Freitag, 23. April 2021

Karlsruherin Laura Jung: Mit VoluNation in Ghana

19. Dezember 2014 | Kategorie: Nordbaden

Neue Erfahrungen: Laura Jung mit ihren Schülerinnen.
Fotos: VoluNation

Karlsruhe/Tamale – An einer Mädchenschule hat sie Englisch, Mathe und Naturwissenschaften unterrichtet. Sechs Wochen lang engagierte sich Laura Jung aus Karlsruhe als Freiwillige in der Stadt Tamale im Norden Ghanas.

 „Die Schülerinnen waren so lernbegierig und ehrgeizig“, erzählt Laura, wenn sie an ihre Freiwilligenarbeit in Ghana denkt. Bis zu 30 Kindern in einer Klasse brachte sie an einer Mädchenschule Englisch bei, manchmal unterstützte sie auch im Mathe- und Wissenschaftsunterricht, einer Mischung aus Biologie und Erdkunde.

Ein normaler Arbeitstag begann morgens zwischen 7 und 7.30 Uhr. Sie unterrichtete „ihre“ Klasse, die aus Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren bestand. Manchmal half sie auch bei den Jüngeren zwischen 5 und 10 aus. „Die Klassen werden nicht nach Altersstufen, sondern nach dem Wissensstand zusammengesetzt“, berichtet sie. Viele Mädchen in Ghana bekommen erst sehr spät die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, so dass es zu einem größeren Altersunterschied innerhalb einer Klasse kommt.

Mit der zuständigen Lehrerin sprach sie sich zu Beginn ihrer Freiwilligenarbeit über den Unterrichtsinhalt ab und legte den Schwerpunkt auf die englische Grammatik. „Die größte Herausforderung war, Englisch auf Englisch zu erklären.“

on Zeit zu Zeit musste sie einen Lehrer bitten, ihr ein Wort in die lokale Sprache zu übersetzen, damit die Aufgaben von den Kindern verstanden werden. „Das war echt nicht leicht“, sagt sie. Es war ihr besonders wichtig, viele Aufgaben zu stellen, die von den Schülerinnen selbstständig gelöst werden mussten, denn von Frontalunterricht oder reinem Vokabellernen hält sie nicht viel.

Natürlich gab es für die Mädchen auch Belohnungen. Wenn sie besonders gut mitgearbeitet haben, spielte Laura ab und zu ein Quiz mit ihnen.

Um 15 Uhr nachmittags, nach dem Unterricht und dem Mittagessen, war der Schultag beendet. Laura erklärte ihren Schülerinnen, welche Hausaufgaben sie machen müssen und verabschiedete sich von ihnen. Da ihre Freiwilligen-Unterkunft in der Nähe der Schule lag, kamen einige Mädchen manchmal zu Besuch. „Wir haben dann mit ihnen Karten gespielt“, erzählt sie. Ansonsten ging man nachmittags in die Stadt, kaufte auf dem Markt ein oder besuchte das Internet-Café.

Überrascht war Laura, wie konsequent von der Schule auf die Schuluniform geachtet wurde. „Manchmal wurden die Mädchen wieder nach Hause geschickt, um sich ordentlich anzuziehen, wenn sie ohne Uniform kamen.“

An einigen Tagen hatten die Schülerinnen allerdings keine Möglichkeit, in die Schule zu gelangen. Während der Regenzeit kann es so stark regnen, dass praktisch die ganze Stadt unter Wasser steht.

An den Wochenenden lernte Laura mehr von Ghana kennen. Einmal ging es in einen Nationalpark „mit richtig schöner Natur“, in dem sie Affen, Antilopen und Gazellen beobachtete. Ihr Lieblingstier, der Elefant, ließ sich leider nicht blicken, „aber da kann man nichts machen.“

Ein anderes Mal war sie in der Stadt Kumasi, wo sie Gast bei einer Hochzeit war.

Der Abschied von der Schule war sehr emotional, sagt sie. „Die Mädchen sind mir sehr ans Herz gewachsen.“ Kontakt nach Ghana hat sie nach wie vor, denn mit einigen Bekannten schreibt sie sich regelmäßig E-Mails.

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.

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