Sonntag, 11. April 2021

Karlsruhe: Heftiger Angriff auf Bundespolizisten – Aggressor ist hinlänglich bekannt

13. November 2020 | Kategorie: Nordbaden

Quelle: bundespolizei

Karlsruhe. Gestern Abend (12. November) wurde ein 43-jähriger Kameruner in der S3 zwischen Bruchsal und Karlsruhe-Durlach von einem Mitarbeiter der Bahn einer Fahrkartenkontrolle unterzogen.

Da der Reisende den Bahnmitarbeiter konsequent ignorierte, zog dieser einen mitreisenden, uniformierten Polizeibeamten der Bundespolizei hinzu.

Der Mann ignorierte auch die mehrsprachigen Aufforderungen des Bundespolizisten, weshalb sich dieser entschloss, das Gepäck des Reisenden nach Ausweisdokumenten zu durchsuchen.

Während der Durchsuchung des Gepäcks stand der 43-Jährige plötzlich auf und versuchte auf den Beamten einzuschlagen. Der Bundespolizist konnte den Angriff abwehren. Der Kontrahent verhielt sich weiterhin dermaßen aggressiv, dass er unter erheblicher Kraftanstrengung gefesselt werden musste.

Nach Ankunft des Zuges am Karlsruher Hauptbahnhof wurde der 43-Jährige mit Hilfe weiterer Bundespolizisten auf die örtliche Wache gebracht.

Dort konnte die Identität des Mannes geklärt werden. Gegen diese Maßnahme wehrte sich der Täter ebenso heftig. Eine fahndungsmäßige Überprüfung ergab, dass er in jüngster Vergangenheit schon mehrfach wegen ähnlich gelagerter Delikte polizeilich in Erscheinung getreten war.

Weiterhin wurde bekannt, dass ein Untersuchungshaftbefehl wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte von der Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen ihn bestand. Die Staatsanwaltschaften Offenburg, Frankfurt am Main, Würzburg und Freiburg suchten den Angreifer ebenfalls wegen diverser anderer Delikte.

Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen befürwortete die zuständige Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft. Der 43-Jährige wird im Laufe des heutigen Tages dem Haftrichter vorgeführt. Ihn erwartet nun ein zusätzliches Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Beförderungserschleichung.

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