Donnerstag, 18. August 2022

KABS-Hubschrauber für Brandbekämpfung getestet

4. August 2022 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

V. li: Dirk Reichele (wissenschaftlicher Direktor), Karl Dieter Wünstel (Bürgermeister VG Jockgrim), der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Germersheim, Mike Schönlaub, Landrat Dr. Fritz Brechtel, Pilot Wolfgang Foger und Iris Fleisch (Bürgermeisterin VG Hagenbach).
Fotos und Videos: Rolf H. Epple/Pfalz-Express – Fotogalerie am Textende 

Germersheim –  Am Donnerstag hat ein Pilot auf dem Hafenfestplatz die Einsatzmöglichkeiten eines Hubschraubers zur Unterstützung bei Waldbränden  anschaulich demonstriert.

Im April hatte Karl-Dieter Wünstel (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim und selbst aktiver Feuerwehrmann) die Idee, im Fall eines Waldbrands auf die Hubschrauber der Schnaken-Bekämpfer KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.) zurückzugreifen.

Karl Dieter Wünstel: 

Wünstel kontaktierte dann Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile, um sich mit ihm über die Waldbrandgefahr auszutauschen und schlug vor, die Kompetenz der KABS  mit einzubinden. Schaile ist unter anderem stellvertretender Präsident der KABS. Beide initiierten ein erstes Gespräch mit Hartwig Rihm, dem Präsidenten der KABS, wo die beiden Bürgermeister die Thematik vortrugen.

Daraufhin war schnell klar, dass die Hubschrauber der Firma Heli Air Alpine ein Werkzeug für die Feuerwehren sein könnten, um bei einem Waldbrand Unterstützung aus der Luft zu erhalten, gerade auch in schlecht zugänglichem Gelände. 

„Wie von Landrat Dr. Fritz Brechtel gewünscht, haben wir die Idee weiterverfolgt. In einem nächsten Schritt wollten wir uns durch eine praktische Vorführung mit der Umsetzbarkeit der Idee beschäftigen“, so Schaile – der dann zu seinem großen Bedauern wegen einer plötzlichen Erkrankung nicht bei der Vorführung des Helikopters dabei sein konnte. 

Landrat Dr. Fritz Brechtel: 

Testlauf erfolgreich

Der Testlauf klappte jedenfalls hervorragend. Pilot Wolfgang Folger, der schon seit 1977 fliegt, holte mehrmals mit dem am Heli befestigten Wassersack hunderte Liter aus dem Hafenbecken und „löschte“ damit peu á peu eine größere Fläche.

Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Helikopter können bis 800 Liter Wasser transportieren

Heli Air verfügt nach Aussage Schailes über das notwendige Know-how mit Flügen mit Außenlast und über Löscherfahrung. Spezielle Anhängevorrichtungen an den Helikoptern können problemlos zwischen 600 und 800 Liter Wasser zum Beispiel aus Tümpeln und sonstigen flachen Gewässern schöpfen, transportieren und über dem Brandgebiet ablassen. (cli)

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