Sonntag, 29. Januar 2023

Jugendkonzert in Hatzenbühl: musikalisch – fetzig – gut: Jungmusiker ganz groß

17. Oktober 2014 | Kategorie: Kreis Germersheim, Musik regional

Ein Geschenk für die Jugend vom 1. Vorsitzenden Karl Hirsch.
Fotos: v. privat

Hatzenbühl – Mit einem „Sternmarsch“ durch den Saal des Dorfgemeinschaftshauses überraschte die Jugendkapelle unter der Leitung von Melanie Hinckel die zahlreichen Besucher des diesjährigen Nachmittagskonzerts.

Gruppenweise und in kleinen Etappen zwischen den Tischreihen, den Titel „Slightly Lightly Latin“ spielend, erreichten die 16 Jungmusiker in ihren türkisblauen T-Shirts die herbstlich geschmückte Bühne, wo sie von ihrem Drummer Jacob Reiß und ihrer Dirigentin Melanie Hinckel erwartet wurden.

Nach diesem gelungen Auftakt, mit dem sie bereits das Publikum vereinnahmt hatten, übernahmen Max Willy und Jacob Reiß gekonnt und witzig die Begrüßung und die Moderation des Nachmittagskonzerts. Sie beide hatten immer wieder die Lacher auf ihrer Seite, sei es durch die lustigen Texte oder durch ihre Gestik.

Ein offizielles Programm wurde nicht ausgelegt, um die Spannung und den Grad der Aufmerksamkeit während des Nachmittags hoch zu halten.

Der nächste Titel „Summer Nights“ wurde nochmals von Reinhard Kehr dirigiert, der aus beruflichen Gründen das Amt des Dirigenten abgeben musste. Die beiden Moderatoren meinten, Reinhard wäre „ä bisserl im Stress“ und jetzt nach der Übernahme durch Melanie Hinckel wären „wir ä bisserl im Stress“.

Erst danach durfte der 1. Vorsitzende Karl Hirsch ans Rednerpult, um im Namen des Musikvereins alle Gäste, darunter auch Bürgermeister Karlheinz Henigin und die Jubilare, zu begrüßen. Danach bedankte sich Karl Hirsch herzlich mit einem Obst- und Gemüsekorb bei Reinhard Kehr für seine engagierte Arbeit und die loyale Zusammenarbeit mit dem Musikverein.

Vor dem nächsten Titel „Dr. Rockenstein“ warnten Max und Jacob davor, dass die Ohren der Zuhörer des Öfteren erschrecken könnten.

„Wer improvisiert gerne? Was, Wo sind wir? Ohh, ich find grad mei Note nid! So heißt es öfters im Posaunensatz – bei Jung und Alt! Da aber Posaunisten sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen – fällt das meistens Niemanden auf!“ Das war die Hinführung zum Titel „Trombones on the Housetop“ mit der Solistin Franziska Dobler und dem Solisten David Weigel.

„Happy Flutes“ hieß das nächste Stück, vorgetragen von den beiden Solistinnen Katrin Nauerth und Lea Werling, von denen die Moderatoren meinten, dass die Solistinnen vor ihrem Auftritt nicht so „happy“ wären.

Anschließend wurden zahlreiche Jubilare durch den 1. Vorsitzenden geehrt.
Für 25-jährige treue Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Sarah Bohlender, Melanie Hinckel, Christina Hoffmann, Nadine Kirchmer, Silke Martin, Walter Müler, Nicole Reiß, Stefan, Reiß, Sabine Schmitt, Jasmin Werling,und Bernhard Wünstel.

Für 40 Jahre treue Mitgliedschaft wurden geehrt: Ehrendirigent Alban Pfirrmann, Ferdinand Wadlinger und Hubert Weigel.
Für 50 Jahre treue Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Günther Faust, Magda Fischer, Berthold Trauth, Arnulf Werling, Edmund Werling, Ruprecht Werling, Maria Wünstel. Leider konnten aus verschiedensten Gründen nicht alle Jubilare anwesend sein, um die Ehrung persönlich entgegenzunehmen.

Mit dem Titel „River City Ramble“ ging es im Programm weiter, der so die Anmoderation „von einer Handvoll Solisten verfeinert wurde“. Dies waren an der Querflöte Nina Kaufmann, an der Klarinette Ann-Kathrin Wendel, an der Trompete Elia Hauck, am Tenorhorn Max Kaufmann und an der Posaune Franziska Dobler.

Mit dem vorletzten Stück „What a Wonderful World“ zeigte Elia Hauck, dass man auch mit einer Trompete leise und schön spielen kann. So zumindest die mehrdeutige Meinung von Max und Jacob. Und wenigstens ab und zu seien sie auch brave, unschuldige und folgsame Teenager in dieser wunderschönen Welt.

„Fascinating Drums“ das letzte Stück, ein Paradestück für Könner am Schlagzeug. Und wie meinte Max über seinen Mitmoderator: „Jacob ist klein aber oho! Und wie Schlagzeuger halt so sind, mögen sie´s sehr laut, sehr wild und sehr cool. Unser Jacob kann das alles gleichzeitig!“

Und während alle Jungmusiker mit Dirigentin Melanie Hinckel während diesem Stück die Bühne verließen, tobte sich Jacob Reiß minutenlang am seinem Schlagzeug aus. Der tosende Applaus und die Zugabe Rufe blieben nicht aus.

Vor der Zugabe bedankte sich Karl Hirsch bei allen, die zum Gelingen dieses Nachmittags und des vorangegangenen Probewochenendes beigetragen haben und lud die Jugendkapelle zum „Konzertessen“ ein.

Dass die Jugendkapelle des Musikvereins auch Polka tauglich ist, bewies sie mit ihrer Zugabe „Auf zum Tanz“. (kh)

 

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