Freitag, 15. Januar 2021

Die Landauer „Terrine“ – wo Solidarität ganz groß geschrieben wird

6. Oktober 2013 | Kategorie: Landau, Politik regional

Die Fraktionsmitglieder der SPD Natascha Walz, Klaus Eisold, Rudi Boesche, Werner Knack vom Verein Terrine, Dr. Hans-Jürgen Blinn, Dr. Hannes Kopf, Francesca Chillemin Jungmann, Hans Peter Thiel und Fraktionsvorsitzender Dr. Maximilian Ingenthron (v. l. n. r.)
Foto: red

Landau. Die SPD-Stadtratsfraktion war im Rahmen ihrer Reihe „Fraktion vor Ort“ zu Gast in der „Terrine“. Das ist ein einzigartiges „Restaurant“, das in keinem Gastroführer erwähnt wird, und sich doch einer konstanten Beliebtheit erfreut.

Seit rund neun Jahren wird dort an drei Tagen in der Woche Mittagessen für Bedürftige gekocht und ausgegeben, wie der Vorsitzende des Vereins, Werner Knack erzählt. Es wird stets frisch eingekauft und gekocht – nichts kommt hier aus dem Tiefkühlfach.

Im Haus der Evangelischen Stadtmission in der Landauer Südstadt herrscht dann ein Kommen und Gehen, Rund 30-40 Personen gehören zu den regelmäßigen Gästen, deren Zahl in der letzten Zeit etwas rückläufig ist. Kein schlechtes Zeichen, so Werner Knack, denn am liebsten wäre der Verein natürlich überflüssig. Ist er aber nicht – und er wird auch weiterhin gebraucht als wichtiger und wertvoller Baustein der sozialen Solidariät in Landau.

Zu den Leistungen des Vereins, der rund 80 Mitglieder zählt, gehört auch der Lückenschluss für die Verköstigung von Schülern an Schulen, deren Eltern die Zuzahlung in Höhe von einem Euro pro Essen nicht aufbringen. Bis zur Einführung des Bildungs- und Teilhabepaktes waren das 185 Kinder, gegenwärtig sind es rund 30. Die fälligen Beträge werden direkt mit den Kitas und Schulen abgerechnet.

Hauptsächlich sind es Rentner und Pensionäre, die einkaufen, den Kochlöffel schwingen und hinterher das Haus in der Bismarckstraße 23 wieder auf Vordermann bringen. Die finanzielle Lage des Vereins ist solide, er kann sich auf Spenden und vielfältige Unterstützungen verlassen.

Die Mitglieder der Fraktion zeigten sich nachhaltig beeindruckt von dem Engagement des Vereins Terrine. Fraktionsvorsitzender Dr. Maximilian Ingenthron dankte Werner Knack und seinen Mitstreitern: „Sie leisten eine ganz wichtige Arbeit und zeigen, dass Solidarität dort, wo es besonders nötig ist, ganz groß geschrieben wird.“ (red)

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