
Oberbürgermeister Thomas Hirsch (2.v.l.) hat die Kleingartenanlage auf dem ehemaligen LGS-Gelände jetzt gemeinsam mit Mitgliedern des Kleingartenvereins am Ebenberg der Jury des Landeswettbewerbs 2017 „Gärten im Städtebau“ präsentiert.
Foto: ld
Landau. Spießig war gestern! Gartenzwerge, Hollywoodschaukeln und strenge Kleingartenordnungen gehören in der modernen Kleingartenanlage der Vergangenheit an.
Das Modell Schrebergarten, das lange Zeit als altmodisch und spießbürgerlich galt, erfährt eine Renaissance. Gärtnern liegt wieder voll im Trend und besonders Schrebergärten stehen bei Städtern hoch im Kurs.
So auch die Kleingartenanlage am Ebenberg in Landau. In den im Zusammenhang mit der Landesgartenschau barrierefrei angelegten Kleingärten finden in 36 Parzellen zahlreiche Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ihr Gartenglück.
Unter dem Motto „Kleine Gärten – bunte Vielfalt“ haben das rheinland-pfälzische Ministerium der Finanzen und der Landesverband Rheinland-Pfalz der Kleingärtner e.V. jetzt gemeinsam den Landeswettbewerb 2017 „Gärten im Städtebau“ ausgeschrieben.
Auch der erst im Jahr 2012 gegründete Verein um Vorsitzenden Stefan Kracht, der damit nicht nur der jüngste Verein in der Stadt sondern zugleich in ganz Rheinland-Pfalz ist, hat sich dazu entschieden, sich dem Urteil der Jury zu stellen und hat seine Bewerbung eingereicht.
Städte, Gemeinden und Kleingärtnerorganisationen sollen im Zuge des Wettbewerbs für ihre nachhaltige Kleingartenpolitik ausgezeichnet werden. Der Sieger qualifiziert sich anschließend für die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2018.
Gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Stefan Kracht hat Oberbürgermeister Thomas Hirsch jetzt die Delegation aus Mainz in der Kleingartenanlage am Ebenberg begrüßt und ihnen die Anlage präsentiert.
Die Jury beurteilt die Kleingartenanlage nach Kriterien hinsichtlich ihrer städtebaulichen Einordnung und deren stadtklimatischer Funktion, ökologischer Strategien und Maßnahmen, sozialer Projekte und bürgerschaftlichem Engagement, Planung und Gestaltung der Anlage sowie der Einzelgärten sowie der Qualität und Kreativität der Bewerbung.
Ziel des Wettbewerbs ist es, gut funktionierende kommunale Ideen und Konzepte der Gestaltung und Nutzung von Kleingartenanlagen hervorzuheben und beispielhafte Lösungen und Projekte zu entwickeln.
„Erst kürzlich haben wir hier gemeinsam nach einem guten Jahr Bauzeit und weit über 1.000 ehrenamtlichen Helfer-Stunden durch die Vereinsmitglieder die Einweihung des neues Vereinshauses feiern dürfen“, so Oberbürgermeister Hirsch.
Die Teilnahme des Vereins beim Landeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ verdeutliche einmal mehr das großartige Engagement der Mitglieder und die ungebrochene Freude an der Sache. „Kleingärten tragen maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei, Schaffen Erlebnisräume in der Natur, fördern naturnahes Denken, prägen das soziale Klima in Wohnquartieren und leisten einen großen Beitrag zur Umweltbildung.“
Er wünsche dem Verein viel Erfolg und hoffe die Jury im kommenden Jahr anlässlich des bundesweiten Wettbewerbs noch einmal in der Kleingartenanlage am Ebenberg begrüßen zu dürfen.

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