
Quelle: dts nachrichtenagentur
Teheran – Der Iran hat in diesem Jahr seine Raketentests ausgeweitet und dabei unter anderem Flugkörper benutzt, die das Gebiet der Europäischen Union (EU) erreichen könnten.
Das geht aus Unterlagen westlicher Nachrichtendienste hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. Das Regime in Teheran verstößt damit möglicherweise gegen die UN-Resolution des internationalen Atomabkommens.
Laut den Informationen, die der Zeitung aus unterschiedlichen Quellen bestätigt wurden, habe das Land allein im Jahr 2018 mindestens siebenmal zu Testzwecken Mittelstreckenraketen abgefeuert.
Zudem habe der Iran mindestens fünf weitere Male Kurzstreckenraketen und Marschflugkörper gezündet, berichtet die Zeitung weiter.
Das Atomabkommen, das der Iran mit den fünf Vetomächten im Sicherheitsrat und Deutschland 2015 aushandelte, wird durch die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates bestätigt.
Darin wird der Iran aufgefordert, „keine Tätigkeiten im Zusammenhang mit ballistischen Flugkörpern durchzuführen, die dazu angelegt sind, Kernwaffen zum Einsatz bringen zu können“, berichtet die Zeitung.
Die getesteten iranischen Flugkörper erfüllten jedoch sämtlich die Kriterien des Raketentechnologie-Kontrollregimes (MTCR) für Waffen, die als Trägersysteme für Atombomben verwendet werden können.
Zudem könnten die iranischen Mittelstreckenraketen das Territorium der südöstlichen EU-Staaten erreichen. Am Dienstag hatte der UN-Sicherheitsrat zum Thema getagt, allerdings keine Beschlüsse gefasst.
Auch die Bundesregierung hatte den Test verurteilt. Die Bundesregierung habe schon Anfang Oktober gemeinsam mit den Regierungen Frankreichs und Großbritanniens in einem gemeinsamen Schreiben an den UN-Sicherheitsrat ihre Sorge über einen Raketeneinsatz geäußert und ihre Auffassung festgehalten, dass dieser im Widerspruch zur Sicherheitsratsresolution 2231 stehe, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eigene Informationen. (dts Nachrichtenagentur)

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