Freitag, 18. Juni 2021

Innerstädtische Neustadter Blühflächen sichtbar machen: Schilder weisen auf Nutzung hin

31. Mai 2021 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Umweltdezernentin Waltraud Blarr (r.) und Grünflächenexpertin Eva Lawrenz stellten das neue Konzept vor.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Neustadt. Aus Rasen wird Blumenwiese: Mit einer ansprechenden Beschilderung möchte die Grünflächenabteilung der Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße nun auf innerstädtische Blühflächen aufmerksam machen.

Diese wurden im Rahmen des Labels „StadtGrün naturnah“ ausgewählt und sollen zur Förderung der Biodiversität beitragen.

Die Beschilderung soll Bürger künftig aufmerksam machen, dass diese Flächen gezielt nur einmal im Jahr gemäht werden.

Für einzelne Flächen gibt es laut Grünflächenabteilung bereits Interesse an Patenschaften.

Bürger, die diese Patenschaft übernehmen möchten, kümmern sich beispielsweise um die Entsorgung von Müll oder Gegenständen in den Flächen. Und sie dürfen gerne ihre Beobachtungen zu Entwicklung und Besiedelung der Blühfläche mit Tieren (vor allem Bienen und anderen Insekten) mitteilen.

Die Neustadter Umweltdezernentin Waltraud Blarr und Eva Lawrenz von der Grünflächenabteilung informierten bei einem Pressetermin an der Grünfläche Robert Stolz-Straße über das Projekt..

Der Rückgang der Biodiversität, das Insektensterben, stelle ein großes Problem für die Kommunen dar, führte die Umweltdezernentin aus. Der zur Blühfläche umgewidmete Rasen soll, wie die anderen 30 Neustadter Blühflächen, die übers ganze Stadtgebiet in der Erprobung verteilt sind, dem entgegenwirken.

Statt 4 bis 5 Mal gemäht zu werden, wie es mit dem sogenannten „Vielschnittrasen“ geschieht, reicht es, Blühflächen 1 bis 2 Mal im Jahr zu mähen. Man werde beobachten, wie sich die Artenvielfalt entwickle, so Blarr, um dann eventuell mit speziellem Samen nachzusteuern.

Man könne durchaus von „einer neuen Herangehensweise“ sprechen, betont Eva Lawrenz, allerdings werden auch nachwievor Flächen benötigt, die den obligaten Rasen aufweisen und wo man sich auch hinsetzen kann.

Aufgestellte Hundebeutelboxen und Abfallkörbe sollen dem Hundebesitzer auch auf der Blühfläche verdeutlichen: „Du darfst deinen Hund hier springen lassen, musst aber sein „großes Geschäft“ mit der Tüte aufnehmen“. (desa)

Hintergrund

Das Label „StadtGrün naturnah“ unterstützt Kommunen, attraktive Lebensräume für Mensch und Natur zu schaffen. Es zeichnet vorbildliches Engagement in Sachen naturnahe Grünflächengestaltung aus und macht dies bundesweit sichtbar.

Das Label wird durch eine Kampagne in den teilnehmenden Kommunen begleitet. Deren Ziel ist es, die Bürger für eine naturnahe Flächengestaltung im öffentlichen und privaten Raum zu begeistern.

Galerie Pfalz-Express

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