Samstag, 21. September 2019

„Hungermarschierer“ setzten Zeichen der Solidarität – rund 60.000 Euro für Indienhilfe erwandert und erwirtschaftet

17. März 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Auch dabei: Der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer, Landtags-Vizepräsidentin Barbara Schleiher-Rothmund, Verbandsbürgermeister Reinhard Scherrer, Landrat Dr. Fritz Brechtel, Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer, ehemaliger Landtagsabgeordneter Manfred Kramer und CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Thomas Gebhart (v.li.)
Fotos: Walter Knöll, F.X. Scherrer

Hagenbach – Ein „Freundschaftsband“ als Zeichen ihrer Verbundenheit mit den Armen in Indien trugen die Teilnehmer am 34. Hungermarsch von Hagenbach durch den Bienwald am Handgelenk oder Rucksack. In Indien unterhält Pater Franklin und dessen Nachfolger Pater Attley mit Unterstützung des Vereins Indienhilfe mehrere Projekte. Auffallend viele Kinder und Jugendliche waren dabei.

Beim Abschluss im Kulturzentrum, wo es indische Spezialitäten gab und indische Tänzerinnen auftraten, konnte Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer verkünden: 460 Teilnehmer – hundert mehr als im Vorjahr – haben rund 49.000 Euro in ihren Hungermarschkarten eingetragen. Mit den noch zu erwartenden Spenden und den Erlösen aus der Bewirtung rechnet Scherrer mit über 60.000 Euro für die verschiedenen Projekte der Indienhilfe.

Den Gottesdienst zelebrierten die Pfarrer Alexander Pommerening, Michael Kolb, Richard Mayer und Hans-Peter Imhoff. Schirmherr Weihbischof Otto Georgens konnte nicht dabei sein. In seinem Grußwort machte er den Teilnehmern am Hungermarsch Mut zu ihrer Demonstration gegen den Hunger der Menschen. Per E-Mail aus Indien wünschte Pater Franklin gutes Wanderwetter.

In seinen Grußworten ging Stadtbürgermeister F.X. Scherrer auf die Erfahrungen seines Indienbesuchs im Oktober letzten Jahres ein. Seine Bitte am Schluss: Es sei  immer wieder bewundernswert, wie es Priester und Schwestern um Father Fanklin schafften, erneut mit dem grausamen Elend konfrontiert zu werden und dennoch nie aufzugeben, weiter zum machen. Es sei ihr Glaube an Gott, der ihnen immer wieder Kraft gebe.

Es sei aber auch die Hoffnung, dass es in Deutschland Menschen gebe, die die Arbeit unterstützten: „Ohne unsere, ohne ihre Hilfe wäre vieles nicht möglich“, sagte Scherrer und richtete einen Appell an die Anwesenden: „Es zeigt immer wieder, wie wichtig Hilfe zur Selbsthilfe ist – und oftmals sogar Leben retten kann. Sie alle unterstützen uns dabei. Deshalb bitte ich Sie heute: Helfen Sie uns weiterhin Pater Franklin seine Kinder  und seine Familien in Bophal, Kalkutta, Ranchi und Agharma zu unterstützen. Gemeinsam können wir den Menschen eine bessere Zukunft ermöglichen. Herzlichen Dank.“

In seiner Predigt wollte Diakon Imhoff von den Jugendlichen wissen, was für sie besonders wertvoll sei, was sie nicht hergeben würden. Imhoffs Liebe zu Karl-May-Büchern teilten sie nicht, denn mit Begriffen wie Henry-Stutzen, Donnerbüchse oder Bärentöter konnten sie nichts anfangen. Die wertvollsten Dinge für ein Leben in Würde, nämlich Ansehen und Ansprache für die Armen, verschenkten in Indien täglich Pater Franklin und Pater Attley, so Imhof. Umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gruppe „Mosaik“ aus Maximiliansau.

Zum Besinnen regte beim Hungermarsch wieder eine Schweigezone mit Plakaten an, die Zusammenhänge zwischen Indien und Deutschland aufzeigten. Danach ging es weiter nach Büchelberg. Dort wurden Brezeln und Tee angeboten und die Teilnehmerkarten in Empfang genommen. Auf der weiteren Station in Scheibenhardt wurde ein Erbseneintopf serviert. Die Katholische Frauengemeinschaft in Berg bot den Teilnehmern Kaffee und Kuchen an, bevor es zum Ziel nach Hagenbach ging.

Jeder war gespannt über die Bekanntgabe des Erlöses vom Hungermarsch. Indische Spezialitäten und weitere Essens- und Getränkeangebote rundeten den Tag ab. Mit großem Interesse wurden auch in diesem Jahr wieder die Indische Tanzdarbietungen aufgenommen.

Weitere Spenden sind herzlich willkommen.

Spendenkonten:

Kennwort „Hungermarsch-Indienhilfe, Sparkasse Germersheim-Kandel, (IBAN: DE36548514400001010800 – BIC: MALADE51KAD)

VR-Bank Südpfalz (IBAN: DE56548625000002839180 – BIC: GENODE61SUW).

Spendenquittungen werden ausgestellt. Weitere Informationen zur Indienhilfe auf www.indienhilfe-franklin.de.

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