Dienstag, 22. September 2020

Hagenbach: Ein Leben für die Ärmsten der Armen – Buch über Pater Franklin erschienen

5. März 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Leute

Bürgermeister F.X. Scherrer mit Ordensbrüdern der „Pilar Fathers“.
Fotos über Stadt Hagenbach

Hagenbach – Seit 45 Jahren ist Pater Franklin Rodrigues für die Menschen in der Südpfalz das Gesicht der Indienhilfe. Unermüdlich setzt er seine ganze Kraft dafür ein, um den Ärmsten der Armen zu helfen. Vor wenigen Tagen ist eine Biografie über ihn erschienen.

Die Autorin Simone Fischer, Pressesprecherin der Hochschule Düsseldorf, verbrachte mehrere Wochen in Indien an der Seite von Pater Franklin. Ihre Erlebnisse hat sie im Buch „Pater Franklin Rodrigues – eine Vision, eine Mission, ein Leben“ zusammengefasst, das jetzt im Düsseldorfer Retap-Verlag erschien. Von den 25 Euro Verkaufserlös je Buch kommen 5 Euro der Indienhilfe von Pater Franklin zugute.

Das Buch kann über den Stadtbürgermeister von Habenbach, Franz Xaver Scherrer, privat bezogen werden, der seit vielen Jahren enge und freundschaftliche Beziehungen zum Pater unterhält. Bestellung telefonisch (07273 3232) bzw. per E-Mail (f.x.scherrer@hagenbach.de) möglich.

Scherrer war selbst bereits fünfmal in Indien und konnte sich davon überzeugen, dass Pater Franklins Arbeit Früchte trägt. „Kinder sind sein Herzensanliegen“, sagt er. „Er tut alles, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.“

Besonders in Erinnerung geblieben ist die Hilfsaktion für die Opfer der Tsunami-Katastrophe von Weihnachten 2004. Spontan sammelten die beiden Spenden und brachten alles auf die Andamanen und Nikobaren – Inseln, denen die Flutwelle große Schäden zufügte. „Das war das deprimierendste, was ich je gesehen habe“, sagt Scherrer: „Verwüstung, Armut, dazu die Bilder vieler toter Kinder. Das war sehr hart.“

Pater Franklin beim Essen verteilen.

Insgesamt viermal war Scherrer mit Pfarrer Braun in Indien. Nach dessen frühem Tod flog er noch einmal mit der Indienhilfe aus Osnabrück dorthin. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm der Besuch bei der Armenspeisung in der Millionenstadt Kalkutta.

Pater Franklins Ordensbrüder „Pilar Fathers“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Ärmsten der Armen täglich zu versorgen. „Was wir dort gesehen haben, ist für uns unvorstellbar“, erinnert sich Scherrer. „Hungernde Menschen am Straßenrand, in Lumpen gekleidet, zum Teil auch ohne Kleider, verkotet, verdreckt, verlaust und ohne jeglichen menschlichen Mut“. Und dennoch: „Dankbar und mit strahlenden Augen wird das Essen angenommen.“

Wie alle zwei Jahre wird Pater Franklin dieses Jahr wieder beim traditionellen Hagenbacher Hungermarsch der Indienhilfe am Sonntag, 11. März, zu Gast sein.

Der Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Michael beginnt um 9 Uhr, danach geht’s auf die etwa 25 Kilometer lange Wanderung über Büchelberg, Scheibenhardt, Berg zurück nach Hagenbach ins Kulturzentrum, wo die Abschlussveranstaltung stattfindet.

Letztes Jahr kamen dabei etwa 66.000 Euro an Spenden zusammen, die Projekten der Indienhilfe von Pater Franklin zugute kommen.

Mehr Informationen zum Hungermarsch auf www.indienhilfe-franklin.de.

Buch-Cover

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