Freitag, 18. Oktober 2019

Hungermarsch am 19. März in Hagenbach: Pater Franklin berichtete über Projekte der Indienhilfe

23. Februar 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim
In Teilen Indiens herrscht unvorstellbare Armut. Foto. v. privat

In Teilen Indiens herrscht unvorstellbare Armut.
Foto. v. privat

Hagenbach – Pater Franklin kommt regelmäßig nach Deutschland, um über „seine“ Projekte zu informieren, um alte und neue Unterstützer zu besuchen und vor allem um deutlich zu machen, dass die Hilfe nach wie vor nötig ist und von den Betroffenen in unendlicher Dankbarkeit angenommen wird.

Deshalb ist er auch jetzt kurz vor dem 36. Bienwald-Hungermarsch in Deutschland, um in Kirchengemeinden, vor Schulklassen und bei anderen Gelegenheiten für „seine“ Kinder in Kindergärten, Schulen und Waisenhäusern Spenden zu erbitten und die örtliche Indienhilfe zu unterstützen.

Vergangenen Mittwoch war er in Bad Bergzabern. Osnabrück, Landstuhl und Waldmohr, vorige Woche Herxheim und Bad Bergzabern. Demnächst die Indienhilfe im Bienwald und im Oberen Nahetal waren und sind Stationen seiner zahlreichen Besuche und Vorträge in den letzten sechs Wochen.

Eine Anstrengung, die er gerne auf sich nimmt. Mit eindrucksvollen Film- und Bildsequenzen veranschaulicht er die Not in seiner Heimat, erzählt, beantwortet Fragen, macht nachdenklich und betroffen.

„Ich habe fünf Euro für Sie“, sagte ein Schüler kürzlich zu ihm, „ich hoffe, es hilft“, fügte er noch hinzu. Jeder Euro helfe, versicherte ihm Franklin, und jeder Euro komme auch dort an, wo er gebraucht werde.

Er bedankte sich bei seinen Zuhörern wie nach jeder Veranstaltung mit einem Lied, das er selbst oder sein Mitbruder und Sekretär Pater Valerio Gracias auf der Gitarre begleitet.

Bildung und Ausbildung für Kinder und Jugendliche, ihre Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe, Existenzsicherung in jeder Hinsicht sind die Aufgaben, um die sich Pater Franklin mit seinen Mitbrüdern tagtäglich kümmert.

In neun Schulen, Kindergärten und Waisenhäusern betreuen die Pilgrim Fathers fast 3.500 Jungen und Mädchen aus Slums, aus Leprakolonien, aus Leibeigenenfamilien. Auch viele Waisenkinder leben dort. Die Religion der Kinder spielt keine Rolle.
Es tue ihm immer weh, wenn er Kinder nicht aufnehmen könne, weil die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht ausreichen.

Und die kommen ausschließlich als Spenden der verschiedenen Indienhilfeprojekte in Deutschland
Der indische Staat tue zwar viel mit eigenen Maßnahmen gegen die Not, doch könne er die Projekte der Pilgrim Fathers nicht zusätzlich unterstützen, so der Pater.

Und das sind neben den Schulen viele Projekte, in denen auch den Müttern und Familien geholfen wird.

In Nähschulen erhalten die Frauen eine Ausbildung, mit der sie zum Familieneinkommen beitragen können; ein Ziegenprojekt ermöglicht aus kleinen Anfängen – zwei geschenkten Ziegen – die Selbstversorgung mit Fleisch und Milch, gespendete Litschibäume tragen Früchte, die auf dem Markt verkauft werden können, junge Frauen werden zu Krankenschwestern ausgebildet.

Immer wieder, so erzählt Pater Franklin, passieren unvorhergesehene Katastrophen, wie im vorigen Jahr der Brand eines Weizenfeldes.

200 Zentner dringend benötigten Getreides wurden dabei vernichtet, die zur Selbstversorgung hätten dienen sollen.
Aus der Asche retteten die Kinder in mühsamer Handarbeit 10 Zentner Körner. Auch die Mangoernte fiel aus, weil die Blüten durch die Hitze des Feuers vernichtet wurden.

Obwohl Indien die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft hat, sind Hunger und Armut weit verbreitet. Mehr als eine halbe Million Kinder unter fünf Jahren sind in den vergangenen fünf Jahren an Unterernährung gestorben, 43 Prozent der gleichen Altersgruppe sind untergewichtig, 50.000 Kinder sterben bereits im Säuglingsalter.

Seit 2007 gibt es in Kalkutta das Projekt „One meal a day“. Tag für Tag werden zweihundert Obdachlose jeden Alters mit einer warmen Mahlzeit und einem Glas sauberen Wassers versorgt.

Es sind Menschen, die in der Hoffnung auf Arbeit in die Stadt gekommen sind und auf der Straße und in der Hoffnungslosigkeit gestrandet sind. Sie leben auf Müllkippen, in Betonröhren, unter Brücken und Plastikplanen, unter freiem Himmel am Straßenrand.

Der Hungermarsch der Indienhilfe Hagenbach beginnt am 6. März um 9 Uhr mit einem Gottesdienst, ab 10 Uhr führt der Rundweg über Büchelberg, Scheibenhardt und Berg zurück nach Hagenbach. Um 18 Uhr ist dort die Schlussveranstaltung. Pater Franklin wird dabei sein.

Informationen zum 35. Hungermarsch unter www.indienhilfe-franklin.de/index.php/hungermarsch.html

Wer unabhängig vom Hungermarsch die Projekte Pater Franklins unterstützen will, kann das über eines der folgenden Spendenkonten der „Indienhilfe Pater Franklin“ tun.
• VR Bank Südliche Weinstraße:
IBAN DE37 5489 1300 0000 7370 03
• Sparkasse Südliche Weinstraße:
IBAN DE89 5485 0010 0026 0083 34
Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.

Foto: v. privat

Foto: v. privat

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