Dienstag, 15. Oktober 2019

Hagenbacher Bürgermeister Scherrer besucht Indien: „Katastrophale Armut“

12. März 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Die Delegation mit Hagenbachs Bürgermeister Franz Xaver Scherrer hatte hundert Tiere für das „Ziegenprojekt“ mitgebracht.
Fotos: v. privat

Hagenbach/ Bhopal – Zum vierten Mal besuchte der Hagenbacher Bürgermeister Franz Xaver Scherrer, dieses Mal von Tochter Yvonne begleitet, Ende des letzten Jahres die vielen Einrichtungen des Vereins Indienhilfe auf dem Subkontinent und kehrte vom zehntägigen Aufenthalt mit bewegenden Eindrücken zurück.

Die gesammelten Spenden, unter anderem vom Hagenbacher Hungermarsch,  sind seit Jahren Hauptpfeiler der Hilfsprojekte, die in Indien von Pater Franklin und seinen geistlichen Brüdern, den Pilar Fathers, initiiert und betreut werden.

Katastrophale Hektik auf den Straßen, Armut neben Reichtum, Hungernde oder Kranke in Lumpen und auch Tote am Straßenrand, Kinder auf dem Müll lebend, Slums mit Hütten aus Plastikfolien- so beschreibt Scherrer Kalkutta mit seinen 18 Millionen Einwohnern.

Die Besucher aus Hagenbach begleiteten die Pilar Fathers bei der Armenspeisung. „Diese christliche Nächstenliebe hält die Menschen am Leben – zumindest für einen Tag“, so Scherrer.

Kinderelend.

Erschreckend auch der Besuch in den Slums, die Kinder fast nackt in Lumpen, und doch so strahlend dankbar für die aus der Pfalz mitgebrachten Süßigkeiten. Abenteuerliche, holprige Straßen führen nach Agharma (Ranchi), wo die Pilar Fathers ein Ziegenprojekt angestoßen haben. Das dauerhafte Selbsthilfeprogramm, bei dem armen Familien jeweils ein Ziegenpaar überlassen wird, hat die Lebensgrundlage vieler Menschen verbessert. Der erste Nachwuchs der Ziegen wird dann an andere bedürftige Familien weitergegeben.

Mit leeren Händen war die Delegation nicht gekommen, sondern hatte 100 Ziegen dabei. Hunderte von Menschen feierten mit ihren Besuchern einen farbenfrohen Gottesdienst, warteten mit rhythmischen Tänzen auf und verteilten bunte Freundschaftsbänder.

In Bhopal besuchten die Pfälzer zahlreiche Einrichtungen, erlebten fast die „ganze Bandbreite der Indienhilfe“. Scherrer erzählt: „In jedem Jahr nehmen die Pilar Fathers etwa 200 Kinder auf, die ohne diese Hilfe wohl wenig Überlebenschancen hätten. Die meisten sind Waisen.

Kleidung für die Ärmesten der Armen.

Die Kinder und Jugendlichen erhalten hier eine solide Schulbildung. Eine Leprastation befindet sich auf einem Gelände neben dem Ordenssitz. Heute gehören 50 solide Steinhäuser zum Lepra-Ashram, dessen Mittelpunkt eine Kirche bildet. Auch diese Kinder gehen in die Schulen der Pilar Fathers“.

Chancen auf ein Leben mit eigenem Auskommen eröffnen die Nähschulen der Indienhilfe, in der Mädchen und Frauen aus der Region Bhopal das Handwerk erlernen. Ein weiteres Gebäude wird derzeit mit Unterstützung des Bundes in Eigenleitung errichtet. „Ich habe selbst gesehen, wie sich Pater Franklin, seine Brüder und die Schwestern für die Bedürftigen immer wieder einsetzen. Täglich konfrontiert mit dem Elend, nie aufgebend, in bewundernswerter Selbstlosigkeit. Sie schenken Menschen eine Zukunft, die es ohne ihre Hilfe nicht gäbe“, fasst Scherrer seine Eindrücke nach dem bewegenden Abschied zusammen.

Spenden werden gerne entgegenommen. Spendenkonto IBAN DE 445485 1440 10000 02319 Sparkasse Germersheim Kandel „Indienhilfe“

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