
Symbolbild: Pfalz-Express
Berlin- Die Hospitalisierungsrate wird die neue Währung in der deutschen Coronakrise.
Die Länder wollen künftig ab einem Wert von 3,0 Corona-bezogenen Krankenhauseinweisungen je Woche und 100.000 Einwohner die 2G-Regel verbindlich machen, unter anderem für Freizeit- und Kultureinrichtungen, Sportveranstaltungen, die Gastronomie und übrige Veranstaltungen in Innenräumen, sowie grundsätzlich bei körpernahen Dienstleistungen und Beherbergungen.
Sofern der Schwellenwert an fünf Tagen in Folge unterschritten wird, kann von den Regelungen wieder abgesehen werden, heißt es im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom Donnerstag.
Die Einhaltung der Zugangsregelungen soll konsequenter als bisher kontrolliert werden. „Wo möglich, wird die Bereitstellung einer QR-Code-Registrierung angeordnet“, heißt es im Beschluss von Bund und Ländern.
Ab einem Schwellenwert 6 gilt dann „2G plus“, Zutritt gibt es dann nur noch für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich auch noch negativ getestet sein müssen, „insbesondere in Diskotheken, Clubs und Bars“, wie es im Beschlussprotokoll heißt.
Auch hier gilt, dass die Regel wieder entfallen kann, wenn der Schwellenwert an fünf Tagen in Folge unterschritten wird. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für Personen, für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, soll es Ausnahmen geben.
Ab dem Schwellenwert 9 soll von „weitergehenden Möglichkeiten des Infektionsschutzgesetzes“ konsequent Gebrauch machen werden. Aktuell liegen nur Hamburg (1,62), Niedersachsen (2,32), das Saarland (2,64) und Schleswig-Holstein (2,75) unter dem Schwellwert 3,0.
In der „2G-Zone“ sind bereits Berlin (3,00), Rheinland-Pfalz (3,34), Brandenburg (3,52), NRW (4,08), Sachsen (4,14), Bremen (4,41), Hessen (4,8), Baden-Württemberg (5,68) und Mecklenburg-Vorpommern (5,96). In der 2G-plus-Stufe, also zwischen sechs und neun, liegt nur Bayern (8,65).
In der höchsten Kategorie befinden sich Sachsen-Anhalt (11,97) und Thüringen (18,54), wo es bezogen auf die Bevölkerung die allermeisten Corona-Einweisungen in den Krankenhäusern gibt. (dts Nachrichtenagentur)

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