Montag, 18. Januar 2021

Hoch hinaus, aber nicht abgehoben – kleiner Empfang für Leonie Reuter

7. August 2014 | Kategorie: Kreis Germersheim, Sport Regional

Leonie Reuter mit Trainer Werner Roth (l.) und Ortsbürgermeister Gerhard Beil.
Fotos: v. privat

Rheinzabern – Sie brauchte gerade mal neun Schritte Anlauf, um 1.82 m zu überspringen. Ein weiterer Satz über 1,79 m bedeutete endgültig die Fahrkarte zu den Leichtathletik Weltmeisterschaften U 20, die vom 22.-27.Juli 2014 im Leichtathletik-Mekka Eugen/Oregon stattfanden.

Im Lande des Weltmarktführers Nike erlebte Leonie Reuter vom TV Rheinzabern spannende Tage, wenn sie auch, wie Ortsbürgermeister Gerhard Beil betonte, nur im olympischen Geiste dabei war, wo teilzunehmen wichtiger ist als das Siegen.

Nun war die erfolgreiche, aber sehr bescheidene Sportlerin zu einem kleinen Empfang der Gemeinde Rheinzabern eingeladen. Gekommen waren auch Eltern, Teamkameraden, Vorsitzender Walter Marz und Trainer Werner Roth, unter dessen Fittichen die 16-jährige Leonie sich prächtig entwickelt hat.

In Rheinzabern findet sie ein gutes Umfeld, um sich sportlich und mental zu trainieren und dabei auch menschlich weiter zu entwickeln. „Wer bei Roth trainiert, wird nicht zum zickickigen Individualisten gepäppelt, sondern bleibt stets mit dem Boden verhaftet“, meinte der Ortsbürgermeister.

„Und“, so Beil weiter, „Roths Sportler sind keine Muskelprotze, sondern es gilt – das darf man im Römerdorf Rheinzabern sagen: Mens sana in corpore sano – der ausgewogene Mensch, der vielfältig gebildete Mensch. Deswegen stehen für Werner Roth Schule, Bildung oder Ausbildung vor dem Sport, nicht in Konkurrenz zu ihm“.

Beil wollte auch eine Lanze brechen für die Mehrheit der Jugend: „Junge Leute wie die Gymnasiastin Leonie Reuter, die ihre Schule erfolgreich bestreiten, die diszipliniert leben, die nach Erfolg streben, ohne einem schädlichen Ehrgeiz zu erliegen, die Freude am Leben haben – sie gibt es immer noch in der Überzahl. Und sie können lebenslustig sein. In der öffentlichen Wahrnehmung hingegen stehen sehr oft andere: ausgeflippt, miesepetrisch, no future etc.“

Neben Blumen und einem kleinen Präsent für die Sportlerin und ihre Kameraden hob der Bürgermeister auch die Bedeutung des Sports und des Ehrenamts generell hervor. Ohne diesen großartigen Einsatz, zumeist im Stillen, wäre unsere Gesellschaft wesentlich ärmer an Lebensqualität, so Beil.

In diesem Zusammenhang betonte er die großen Investitionen der letzten Jahre. Sie böten für den Sport vielfältige Möglichkeiten und spornten dazu an, Gesundheit, Gemeinschaft und Integration zu pflegen und zu fördern.

Nach einem Prost auf die Sportlerin, die Gäste und das Ehrenamt wurde noch lange munter geplauscht. Insgesamt ein guter Akzent im Vereinsleben des TV 1890, der sich gerade in den Vorbereitungen zum 125-jährigen Jubiläum befindet. (red/gb)

Die Sportlerin mit zwei Leichtathletikkameraden beim Demonstrieren der Höhe von 1,79 m.

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