
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben einen neuen Hitzeschutzplan für den Breitensport entwickelt.
Ziel sei es, Sportlerinnen, Sportler und Zuschauer künftig besser vor hitzebedingten Gesundheitsrisiken zu schützen.
„Wer Sport treibt, muss vorsichtig sein, wenn die Temperaturen jetzt wieder steigen“, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Der Plan hilft Vereinen und Verbänden, sich auf Hitzewellen vorzubereiten, egal ob bei Veranstaltungen im Freien oder in der Halle.
Das 13-seitige Dokument enthält zahlreiche Empfehlungen. Dazu gehören:
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Kriterien für das Abbrechen oder Unterbrechen von Spielen und Wettkämpfen bei extremer Hitze
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Schattenplätze sowie Eimer oder Gießkannen mit kühlem Wasser bereitzustellen
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Kostenlose Sonnencreme und Sonnenbrillen, besonders für Kinder
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Trainingseinheiten und Wettkämpfe möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu legen
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Sommer- und Winterpausen entsprechend anzupassen
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Besonders hitzeanfällige Sportstätten bei Bedarf zu schließen
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Erkrankte Sportler von Training oder Wettkämpfen auszuschließen
Darüber hinaus wird empfohlen, „bei Wettkämpfen und Veranstaltungen im Sommer auf Ausschank von alkoholischen, stark zuckerhaltigen, koffein- oder taurinhaltigen Getränken zu verzichten“ und „offenes Feuer und das Grillen zu vermeiden“.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht Sporttreibende als eine besonders betroffene Risikogruppe für klimabedingte Gesundheitsprobleme. „Jedes Jahr sterben Vorerkrankte, ältere Menschen, aber auch Sportler oder Menschen, die draußen arbeiten, wenn die Temperaturen Rekorde brechen. Darauf müssen wir uns einstellen“, sagte Warken der „NOZ“.
Der Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport ist Teil einer umfassenden Strategie des Gesundheitsministeriums, sich besser auf Hitzewellen vorzubereiten. Dazu zählen auch Maßnahmen für Apotheken, psychotherapeutische Praxen und spezielle Risikogruppen. Außerdem soll es künftig Krisenübungen mit den Bundesländern geben. (dts/red)

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