
Bahnhof in Bad Bergzabern.
Foto: Pfalz-Express
Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU) will mit einem Brief an Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr erreichen.
Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr befürchtet nämlich, dass angesichts gestiegener Energiepreise Zugverbindungen gestrichen werden müssen, sollten die Regionalisierungsmittel nicht deutlich angehoben werden. Die Rede war auch von der Möglichkeit, ganze Strecken, wie jene nach Bad Bergzabern, zu streichen.
Personalprobleme und Streckenarbeiten führen zu Ausfällen
Auch auf der Strecke Wörth – Lauterbourg ist der Zugverkehr ist schon jetzt bis voraussichtlich 30. März 2023 eingestellt. Das teilte Ende Oktober der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd mit. Personalengpässe bei DB Netz und DB Regio seien mit ein Grund. Diese Einstellung stehe allerdings auch im Zusammenhang mit den Bauarbeiten für das elektronische Stellwerk. Eine Ausnahme bilden immerhin die durchgehenden Regionalbahnen von Strasbourg nach Wörth über Lauterbourg an Samstagen und Sonntagen.
„Wegen der weiterhin angespannten Personalsituation kann die DB Netz in der Pfalz nicht alle Bedienplätze der Stellwerke besetzen. Gleichzeitig kann DB Regio wegen der krankheitsbedingten Ausfälle derzeit nicht alle Zugleistungen fahren“, hieß es vom Zweckverband.
Gebhart: Menschen wollen Bahn fahren
Gebhart: „Wir brauchen mehr Zugverkehr, nicht weniger. Die Erfahrungen der vergangenen Monate haben gezeigt, dass die Menschen mit der Bahn fahren wollen, wenn es entsprechende Angebote gibt. Hierfür braucht es eine noch stärkere finanzielle Unterstützung durch den Bund.“
Gebhart hofft auf ein schnelles Handeln der Bundesregierung. „Eine Streichung von Verkehren wäre ein fatales Signal.“ Auch muss die Strecke von Winden nach Bad Bergzabern müsse weiter mit Zügen bedient werden.
Gebhart erinnert daran, dass er sich etwa zusammen mit dem früheren Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig erfolgreich für eine zusätzliche späte Verbindung an Samstagen von und nach Bad Bergzabern eingesetzt hatte. „Es wäre nicht zuletzt klimapolitisch ein Rückschritt, das Angebot insgesamt zu verringern oder gar Städte wie Bad Bergzabern abzuhängen.“
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