Fußball-Kreismeisterschaften der SÜW-Grundschulen: Offenbach und Ilbesheim siegen – Premiere Schiedsrichtergespann Schwiegervater und Schwiegersohn

10. Dezember 2023 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Sport Regional

Die Teams mit T-Shirts der Fritz-Walter-Stiftung.
Foto: v. privat

Herxheim/SÜW – Bei den großen Schulen verteidigte die Grundschule Offenbach ihren Titel und den Pokal als Kreismeister vor Herxheim und Annweiler. Bei den kleinen Schulen wurde Ilbesheim vor Rohrbach und Siebeldingen Kreismeister.  Die drei Erstplatzierten erhielten alle ein T-Shirt von der Fritz-Walter-Stiftung.   

„Eigentlich hätten wir uns die Schiris sparen können. So fair habt ihr gespielt“, lobte der Vertreter der Fritz-Walter-Stiftung Werner Schmalz bei der Siegerehrung die jungen Spieler. In Kooperation mit der Stiftung organisierte der Schulsportfachberater der Südlichen Weinstraße, Christoph Mayer, das Turnier in Herxheim, wo es seit einigen Jahren unter der Regie von Hausherr Schulleiter Bernd Rieder in der Sporthalle stattfindet.

Foto: v. privat

Es gab auch eine Premiere: Beim Schiedsrichtergespann wechselte sich Schwiegervater Max Sitter (70) mit seinem Schwiegersohn Christian Fast (39) beim Pfeifen der Spiele ab. Noch nie waren sie bisher bei einem Turnier zusammen eingesetzt. Dabei wohnen die beiden Schiris in Wörth und können zusammen zu den Veranstaltungen fahren wie jetzt in Herxheim.

Max Sitter ist in den Fußballkreisen in der Südpfalz bekannt und eine Institution im Schiedsrichterwesen. Schließlich ist er seit vielen Jahren der Schiedsrichterobmann der Südpfalz und pfeift selbst noch bis zur A-Klasse. 

Sein Schwiegersohn stammt aus Freckenfeld. „Ich pfeife nach wie vor für den dortigen Fußballverein“, sagt er. Er wohnt seit ein paar Jahren aber auch in Wörth. „Hier habe ich im Abtswald unser Eigenheim gebaut und wohne mit Ehefrau und drei Kindern dort.“ Er pfeift auch bis zur A-Klasse. „Er könnte aber auch Bezirksliga pfeifen, er hat die Voraussetzungen dazu“, wirft der Schwiegervater ein. „Das will ich aber nicht. Die Fahrten sind mir zu weit und ich fühle mich unserer Region verbunden“, erwidert der bei Daimler Truck beschäftigte Industrieelektroniker.

„Zum Schiedsrichter bin ich auch nicht auf Drängen meines Schwiegervaters gekommen, wie mancher vermuten könnte. Ich habe selbst in Freckenfeld beim TSV bis zu meinem 34.Lebensjahr gespielt. Dann habe ich mich kurzfristig zu dieser Aufgabe als Schiri entschlossen – obwohl ich selbst viele gelbe Karten in meiner Laufbahn gesehen habe“, lächelt Fast.

Mancher seiner Kollegen wollte es deshalb gar nicht glauben, dass er sich dafür entschieden hat.  „Das heutige Turnier hat mir viel Spaß gemacht, weil es vor allem trotz des Ehrgeizes und der Begeisterung der jungen Spieler sehr fair war – ohne Karten“, zog er sein Fazit nach seinem ersten Einsatz bei einem Grundschulturnier.

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