Warschau – Der Direktor der europäischen Grenzschutzagentur Frontex hat die EU-Staaten aufgefordert, mehr für die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber zu tun.
„Unsere Flüge werden manchmal nicht voll, weil die Mitgliedsstaaten nicht genug Ausreisepflichtige melden oder nötige Informationen fehlen“, sagte Fabrice Leggeri dem „Handelsblatt“.
Frontex habe in diesem Jahr bereits gut 220 Flüge organisiert, um mehr als 10.000 Migranten in ihre Heimatländer zurückzubringen. „Aber die Mitgliedsstaaten müssen unser Angebot auch nutzen.“
Leggeri sprach sich dafür aus, die rechtliche Grundlage für Rückführungen in den Mitgliedsstaaten über eine neue EU-Verordnung zu vereinheitlichen. „Außerdem sollten wir daran arbeiten, das Rückführungsverfahren enger mit dem vorangegangenen Asylverfahren zu verknüpfen“, forderte er.
Der Faktor Zeit sei wichtig: „Dauert es zu lange, lassen sich die Migranten auf Dauer in der EU nieder“. Die EU-Kommission wird am Mittwoch neue Vorschläge vorlegen, wie die Mitgliedsstaaten mehr irreguläre Migranten in ihre Heimatländer zurückbringen können. (dts Nachrichtenagentur)

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