
Spanische Exklave Ceuta.
Foto: dts Nachrichtenagentur
An der EU-Außengrenze werden weniger irreguläre Grenzübertritte verzeichnet. Seit Beginn des Jahres seien es rund 30.000 gewesen, sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der „Welt“.
Auf der Route zwischen Marokko und Spanien beispielsweise sei im vergangenen Jahr viel für den Grenzschutz unternommen worden. Am meisten irreguläre Einreisen würden mittlerweile wieder im Südosten des Kontinents registriert – und zwar in Griechenland. „Entweder kommen die Menschen dort über die Landesgrenze aus der Türkei oder über die See“, sagte Leggeri. „Die Ägäis ist wieder Route Nummer eins.“
Hauptherkunftsland sei dort mittlerweile Afghanistan. „Etwa die Hälfte der Einreisenden lebt schon seit ein paar Jahren im Iran oder in der Türkei. Dort haben sie gearbeitet – und zogen dann weiter, weil sie zum Beispiel kein Bleiberecht mehr haben“, erklärte Leggeri.
Der Frontex-Direktor warnte aber gleichzeitig: „Die EU bleibt unter Druck – so wird es auch die kommenden Jahrzehnte bleiben!“, sagte Leggeri. „Deshalb müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten auch eng mit den Herkunftsländern zusammenarbeiten, dort das Leben lebenswerter machen. Politik darf sich nicht nur auf Grenzschutz beschränken.“ (dts Nachrichtenagentur)

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