
Symbolbild (KI generiert): Pfalz-Express
Wörth – Die Planungen für eine schwimmende Photovoltaikanlage auf dem Schauffele-See werden vorerst nicht weiterverfolgt. Das teilte die Neue Energie Wörth GmbH mit.
Nach Prüfung der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen habe man sich gegen eine Umsetzung entschieden.
Geplant gewesen war eine Anlage im südlichen Bereich des Sees mit einer Leistung von rund acht Megawatt. Das Projekt sollte einen Beitrag zur lokalen Energiewende leisten und CO₂-Emissionen reduzieren.
Ausschlaggebend für die Entscheidung ist nach Angaben des Unternehmens vor allem die fehlende wirtschaftliche Perspektive. Unter den aktuellen Bedingungen könne eine rentable Einspeisung des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz nicht sichergestellt werden. Zudem habe sich kein geeigneter Direktabnehmer in räumlicher Nähe gefunden, der eine stabile und wirtschaftliche Nutzung ermöglicht hätte.
Als zentrales Problem nennt die Neue Energie Wörth GmbH die zunehmende Belastung der Stromnetze. Bei hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien müssten Anlagen teilweise gedrosselt oder abgeschaltet werden, um die Netzstabilität zu sichern. Diese sogenannten Abregelungen führten zu schwer kalkulierbaren Einnahmeverlusten auf Betreiberseite.
Hinzu komme die Entwicklung an den Strommärkten: Bei Überangebot könne der Börsenpreis zeitweise unter null fallen. Das verringere die Bereitschaft potenzieller Abnehmer, langfristige Lieferverträge zu festen Preisen abzuschließen.
In einer frühen Projektphase habe es zwar Gespräche mit potenziellen Direktabnehmern in unmittelbarer Nähe gegeben. Ein entsprechendes Modell hätte die Wirtschaftlichkeit sichern können. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen fehle jedoch der Anreiz für eine vertragliche Bindung.
Trotz grundsätzlicher Unterstützung im Stadtrat zeigt die Entscheidung nach Einschätzung des Unternehmens, dass neben ökologischen Zielen auch wirtschaftliche, regulatorische und technische Voraussetzungen maßgeblich sind. Die Neue Energie Wörth GmbH betont, weiterhin an der Entwicklung und Umsetzung erneuerbarer Energieprojekte im Stadtgebiet festhalten zu wollen.

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