
Marlon Ritter hatte in Düsseldorf den dritten FCK-Treffer erzielt.
Foto Michael Sonnick
Düsseldorf/Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern wird keinen Einspruch gegen die sportliche Wertung des Meisterschaftsspiels bei Fortuna Düsseldorf einlegen.
Der FCK hatte am Samstagabend 3:0 in Düsseldorf in der ersten Halbzeit geführt und dann am Ende noch mit 4:3 verloren. Im Falle des Flaschenwurfs auf FCK-Stürmer Ragnar Ache ist der FCK aber weiter intensiv mit Fortuna Düsseldorf und den zuständigen Sicherheitsbehörden zur Täterermittlung im Austausch.
Beim Meisterschaftsspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag, 21. Oktober 2023, ereignete sich in der 32. Minute eine unschöne Szene auf dem Spielfeld, als FCK-Angreifer Ragnar Ache nach einem Flaschenwurf, der mutmaßlich von der Düsseldorfer Zuschauertribüne erfolgte, verletzt zu Boden ging. Nach einer kurzen Spielunterbrechung und Behandlungspause wurde von Schiedsrichter Benjamin Brand die Tatsachenentscheidung getroffen, die Partie fortzusetzen.
FCK wird keinen Einspruch erheben
Obwohl der Flaschenwurf eine erhebliche Störung des Spielverlaufs darstellte, sind die Verantwortlichen des FCK nach eingehender Prüfung des Sachverhalts zur Ansicht gelangt, dass der Schiedsrichter in der oben beschriebenen Situation gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB regelkonform gehandelt hat, weshalb der 1. FC Kaiserslautern von einem Einspruch gegen die Spielwertung absieht.
Unsportliches Verhalten wird verurteilt
Unabhängig vom sportlichen Ausgang des Spiels verurteilt der FCK den Flaschenwurf zutiefst. Dieser stelle eine gefährliche, körperverletzende Handlung dar und der Täter hat mit seinem Handeln bewusst in Kauf genommen, dem Spieler oder auch weitere Personen, die sich zum Zeitpunkt des Flaschenwurfs im Bereich des Innenraums aufgehalten haben, zu schaden. Ein derartiges Verhalten könne nicht toleriert werden, hieß es, auch, da es nicht nur den betroffenen Personen, sondern vor allem den Vereinen und dem Fußball allgemein schade.
Täter wird verfolgt
Aus diesem Grund steht der 1. FC Kaiserslautern mit Fortuna Düsseldorf und den zuständigen Strafverfolgungsbehörden in Kontakt. Ein Ermittlungsverfahren wurde nach Kenntnisstand des FCK bereits eingeleitet. Im Falle einer Täteridentifizierung wird der FCK sämtliche rechtliche Schritte prüfen, um entsprechende Konsequenzen für den Täter herbeizuführen.
„Der Fußball lebt von seinen Fans und Emotionen – gerade wir in Kaiserslautern wissen, wovon wir da sprechen. Das Werfen eines Gegenstandes auf einen Spieler, dessen Verletzung bewusst in Kauf genommen wird, hat mit diesen Emotionen aber nichts mehr zu tun. Wir sind noch immer schockiert von einem derartigen Verhalten, dass weder in Düsseldorf noch auf dem Betzenberg oder sonst einem Stadion auf dieser Welt etwas zu suchen hat. Deshalb werden wir dem auch entschieden nachgehen und hoffen, dass der Einzeltäter identifiziert und für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen wird“, erklärte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen zur aktuellen Einordnung der Geschehnisse von Samstagabend.
FCK auf Tabellenplatz 6 zurück gefallen
Der 1. FC Kaiserslautern ist nach der dritten Saisonniederlage mit 17 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga zurückgefallen. Tabellenführer ist der FC St. Pauli mit 20 Zählern vor dem punktgleichen Hamburger SV. Das nächste Heimspiel bestreitet der FCK jetzt am Samstagabend, 28. Oktober um 20.30 Uhr, gegen den Hamburger SV, im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg. Weitere Informationen über den 1. FC Kaiserslautern gibt es unter www.FCK.de.
Statistik:
Fortuna Düsseldorf – 1. FC Kaiserslautern 4:3 (Halbzeit 1:3)
Fortuna Düsseldorf : Kastenmeier – Zimmermann, Siebert, de Wijs, Iyoha (90. Gavory)– Engelhardt – Klaus (83. Klaus), Appelkamp (80. Niemiec), Tanaka, Tzolis (45. Jóhannesson) – Vermeji (80. Sobottka)
1. FC Kaiserslautern : Krahl – Elvedi, Tomiak, Soldo– Zimmer (86. Hercher), Niehues (62. Opoku), Raschl, Redondo– Ritter (74. Klement) – Ache (45. Boyd), Tachie (74. Lobinger)
Tore: 0:1 Richmond Tachie (21.), 0:2 Jamil Siebert (30., Eigentor), 0:3 Marlon Ritter (32.), 1:3 Tanaka (36.), 2:3 Zimmermann (50.), 3:3 Klaus (57.), 4:3 Tanaka (63.)
Gelbe Karten: Klaus, Vermeij, Uchino, Sobottka / Redondo
Schiedsrichter: Benjamin Brand
Zuschauer: 52.000 (ausverkauft)
(FCK und Michael Sonnick)
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