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Festungsstadt präsentiert sich auch als Kulturhochburg – Germersheim richtet Eröffnung des 25. Kultursommers Rheinland-Pfalz 2016 aus

24. November 2015 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kultursommer Germersheim, Regional
 Ulrike Leiner (Kulturamt der Stadt Germersheim), Karlheinz Simon (Musikschule und Musikakademie Germersheim); Nike Poulakos (KuSo RLP), Christine Scherer (KuSo Orgateam Germersheim); Iris Kofoldt, (KuSo RLP); Birgit Meischner (KuSo Orgateam Germersheim); Vera Reiß (Ministerin); Marcus Schaile (Bürgermeister Stadt Germersheim), Prof. Michael Hardeck (Ltr. KuSo RLP), Katrin Kunz (Stv. Verwaltungsleiterin Stadt Germersheim); Markus Ahr (Verwaltung); Christian Willy (Marktmeister). Foto: Kessler-Schardt

V.li.: Ulrike Leiner (Kulturamt der Stadt Germersheim), Karlheinz Simon (Musikschule und Musikakademie Germersheim); Nike Poulakos (KuSo RLP), Christine Scherer (KuSo Orgateam Germersheim); Iris Kofoldt, (KuSo RLP), Birgit Meischner (KuSo Orgateam Germersheim); Vera Reiß (Ministerin), Marcus Schaile (Bürgermeister Stadt Germersheim), Prof. Michael Hardeck (Ltr. KuSo RLP), Katrin Kunz (Stv. Verwaltungsleiterin Stadt Germersheim); Markus Ahr (Verwaltung); Christian Willy (Marktmeister).
Foto: Kessler-Schardt

Germersheim – Am Wochenende 7. und 8. Mai 2016 wird in den Festungen und Parks der Stadt „Der Sommer unseres Vergnügens!“ eröffnet.

Das Jahresmotto des Kultursommers verspricht eine bunte Mischung aus Straßentheater, Artistik, Slapstick, Comedy und Musik von internationalen, nationalen und regionalen Künstlern. Die Veranstalter rechnen mit 20.000 Besuchern am Eröffnungswochenende.

Um die Höhepunkte des Programms am Eröffnungswochenende vorzustellen, hatte Kulturministerin Vera Reiß gemeinsam mit Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim, zu einer Pressekonferenz eingeladen. Auch der Geschäftsführer und künstlerische Leiter des Kultursommers, Prof. Dr. Jürgen Hardeck, war vor Ort.

Seit 23 Jahren ist der Kultursommer Germersheim ein Teil des landesweiten Kultursommers Rheinland-Pfalz. Darum nannte Ministerin Vera Reiß es „auch ein Zeichen der Anerkennung für das bisher Geleistete, dass der Jubiläumssommer gerade hier in Germersheim startet“. Sie würdigte die Stadt als „absolut treuen, professionellen und engagierten Partner“.

Bürgermeister Schaile bedankte sich für die lobenden Worte und brachte seinen Stolz zum Ausdruck. „Wir wollen zeigen, was wir lieben, wie wir leben uns was wir zu bieten haben.“ Dazu gehörten unter anderem die „sehenswerten Locations der Festungsanlage“, die den Veranstaltungen eine besondere Atmosphäre verleihen dürften. Auch infrastrukturell fühle man sich gewappnet und freue sich sehr auf viele Gäste in der Stadt.

Die Umkehrung des Shakespeare-Zitats „Der Winter unseres Missvergnügens“ macht es vor: Vieles soll im kommenden Sommer auf den Kopf gestellt werden.

Am Eröffnungswochenende regieren deshalb Frohsinn, Unsinn und Hintersinn. Weil man 2016 nicht nur 25 Jahre Kultursommer, sondern auch 100 Jahre DADA feiert, erwartet man auch viele „skurrile Momente“ (Reiß) und „schräge Vögel“ (Hardeck). Eine große Wundertüte für die ganze Familie eben.

Bei der großen Gala am Samstagabend in der Stadthalle treten Musikkabarettist Michael Quast und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz den Beweis an, dass Musik und Humor zusammengehören.

Unterstützt wird Quast von den Salon-Hip-Hoppern Pigor & Eichhorn, der Opernparodistin Annette Postel und dem Wortakrobaten Thomas C. Breuer – „alle drei übrigens Pfälzer“, merkte Reiß an.

Neben der Kulturministerin und zahlreichen Ehrengästen hat sich auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer angekündigt.

Internationales Straßentheater, Kabarett, Comedy und das Open-Air-Kino verwandeln das Unigelände in eine große Bühne. Die lokale Szene lädt am Festungsareal Hufeisen Jung und Alt ein zum Mitfeiern, Mitmachen und Mitlachen.

Für die Musikbühne an der Fronte Lamotte wird ein Open-Air-Programm zusammengestellt. „Der Top Act wird noch bekanntgegeben.“, sagte Schaile. Generell wird am gesamten Programm noch bis zum Frühjahr gearbeitet.

Die meisten Angebote an diesem Kulturwochenende sind kostenfrei. Nur für Veranstaltungen mit begrenztem Platzkontingent wird ein geringer Eintritt erhoben.

Der Vorverkauf für die Eröffnungsgala startet noch vor Weihnachten in der Hoffnung, dass die Karten auch ihren Weg unter den einen oder anderen Christbaum finden.

Sie sind erhältlich über das Kulturamt der Stadt Germersheim (Tel.: 07274-9738-171, E-Mail: kultur@germersheim.eu).

Aus dem Programm

Die Grandsheiks präsentieren die Musik von Frank Zappa – der bereits vor über 3o Jahren fragte: „Does humor belong in music?“ – live mit musikalischer Klasse, Komik und leidenschaftlicher Kreativität!

The Les Clöchard: Fünf studierte Jazz-Musiker schnappen sich mehr oder weniger bekannteLieder und arrangieren diese auf ganzaußergewöhnliche Weise neu – Concert meets Comedy!

Stoppok: Der Singer-Songwriter mit musikalischen Wurzeln im Folkrock und schnoddriger Ruhrpott-Stimme ist live immer ein Ereignis!

Das GlasBlasSingQuintett: Liedgut auf Leergut: Cover-Versionen wie „Misson impossible“ oder „Don‘t worry, be happy“ und eigene Stücke werden zum Hörvergnügen der besonderen Art. Volle Pulle!

La Compagnie du Coin (F) – Auguste Fantasy: Eine Blaskapelle in Festtagsuniform fällt aus dem Rahmen! Wunderbare Musikcomedy mit jazzigem Brass-Sound!

Melanie Hagedorn (D) – hang loose – ein Tag auf dem Seil: Kaffee kochen, Kleid anziehen, zur Haltestelle, im Park abhängen – ein Tag von früh bis spät als Balanceakt auf dem Schlappseil!

Cie. Petit Monsieur (F) – En Derangement – Außer Betrieb: Die Tücke des Objekts am Beispiel einer Telefonzelle – akrobatischer Slapstick der Extraklasse!

Kinder- und Familienprogramm im Hufeisen: Musik zum Zuhören und Mitswingen, Gruselführungen und Ausstellung in den Minengängen und Vieles mehr.

Bellas fabelhafte Reise – TourneeOper Mannheim: In der zauberhaften Familienoper singt Opernfee Bella mit den Instrumenten um die Wette.

Zum Hintergrund

Der Kultursommer ist Teil der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Menschen am kulturellen Angebot des Landes – auch fernab der größeren Städte – teilhaben zu lassen.

Unter dieser Dachmarke werden jedes Jahr ca. 250 geförderte Projekte aus verschiedenen Kultursparten vereint. Der Kultursommer findet jährlich von Anfang Mai bis zum 3. Oktober unter einem anderen Motto statt.

Einen Antrag auf Förderung können Kommunen und die freie Szene stellen. Voraussetzungen sind ein klarer Bezug zum Jahresmotto und ein Veranstaltungstermin zwischen Mai und Oktober.

Als Hauptauswahlkriterien nannte Prof. Hardeck Qualität und Vielfalt. Die Projekte sollen „so unbürokratisch wie möglich gefördert werden“, betonte er. Nur so könne die Kultur des Landes zu einer „großen Bürgerbewegung“ werden.

Die Gesamtfördersumme für den Kultursommer Rheinland-Pfalz beläuft sich auf ca. vier Millionen Euro pro Jahr, die für das Eröffnungswochenende in Germersheim auf ca. 150.000 Euro, wobei hier ein großer Teil vom Land bezuschusst werde, so Schaile. (mks)

GlasBlasSing Quintett

Glas Blas Sing Quintett

 

 Les Cloechards

Les Cloechards

 

La Compagnie

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Michael Quast

Michael Quast

 

Melanie Hagedorn

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Stoppok

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Petit Monsieur

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