Freitag, 18. Juni 2021

„Dickes Kind und EU-Vergleich“: FDP-Spitzenkandidat Lambsdorff attackiert AfD-Chef Lucke

29. April 2014 | Kategorie: Politik

FDP-Mann Graf Lambsdorff: „Unfug“.

Berlin – Der FDP-Spitzenkandidat zur Europawahl, Alexander Graf Lambsdorff, hat den Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, scharf attackiert.

Hintergrund ist ein Europawahlplakat der AfD, das Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zeigt, wie er dem Betrachter freudestrahlend zuwinkt. Darunter steht der Spruch: „Was haben das dicke koreanische Kind und die EU gemeinsam? Das Demokratie-Verständnis.“

Lambsdorff dazu: „Dieser Unfug ist das Ergebnis des Euro-Hasses, den Bernd Lucke sät.“ Es spreche für sich, dass die AfD so etwas auf Plakate druckt.

„Ein Unterschied zu den politischen Brandstiftern von links und rechts ist kaum mehr zu erkennen.“

Lucke relativiert Plakat-Aussage

AfD-Chef Bernd Lucke verteidigte das Motiv, relativierte aber dessen Aussage. „Die EU hat schwere Demokratiedefizite, aber natürlich nicht annähernd so groß wie in Nordkorea“, sagte Lucke „Handelsblatt-Online“. „Es handelt sich offenkundig um eine satirische Überspitzung, wie sie ja auch seitens anderer Parteien gelegentlich geübt wird.“

Lucke geht davon aus, dass das Plakat nicht bundesweit plakatiert wird. „Es gehört nicht zu unserer offiziellen Plakatwerbung“, sagte er. Seines Wissens gebe es das Plakat lediglich online. (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "„Dickes Kind und EU-Vergleich“: FDP-Spitzenkandidat Lambsdorff attackiert AfD-Chef Lucke"

  1. Andreas Müller sagt:

    Der EU-Abgeordnete Lambsdorff sollte sie besser um das enorme Demokratiedefizit in Brüssel und Straßbourg kümmern, anstatt Bernd Lucke und der AfD die Schuld für die Euro(pa)-Müdigkeit der Bürger in die Schuhe zu schieben. Sieht man sich nämlich den fortgesetzten Rechtsbruch (Maastricht, Beeinflussung der EZB etc.), die zweifelhaft legitimierten EU-Repräsentanten bzw. Behörden, das Gebahren der EU gegenüber den Mitgliedsstaaten und die abenteuerlichen „Rettungsschirme“ an, läßt sich ein mangelhaftes Demokratieverständnis kaum leugnen. Warum wohl scheut man Volksabstimmungen wie der Teufel das Weihwasser? Weil man genau weiß, das die Menschen zwar für ein friedlichen Europa der Vaterländer sind, aber nicht für einen kaum unmittelbar beeinflußbaren und regelungswütigen Moloch oder gar für die „Vereinigten Staaten von Europa“, denn mehr Zentralismus hat noch nie mehr Freiheit oder Demokratie gebracht! Auch die Reaktionen auf die bürgernahe Politik der Schweiz und den Willen der Schweizer hat ja überdeutlich gezeigt, wie es wirklich um das Demokratieverständnis der EU-Politiker steht: Wer nicht auf Linie ist, wird in anmaßender Weise abgekanzelt.

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