Montag 12.Oktober 2026

FCK besiegt Greuther Fürth: Enger Sieg und Achtelfinal-Ticket

30. Oktober 2025 | Kategorie: Kaiserslautern, Rote-Teufel-Betze-News, Sport, Sport Regional, Südwestpfalz und Westpfalz

Teambus vom 1. FC Kaiserslautern: Der FCK spielte in Fürth.
Foto: Pfalz-Express

Kaiserslautern/Fürth – Der 1. FC Kaiserslautern hat in der zweiten Runde des DFB-Pokals 2025/26 einen weiteren Schritt Richtung Titeltraum unternommen.

Die Roten Teufel siegten am Mittwochabend (29. Oktober 2025) auswärts gegen Zweitliga-Rivale SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 (1:0) und ziehen ins Achtelfinale ein. Das entscheidende Tor erzielte Naatan Skyttä in der 12. Minute, nachdem Fürth durch einen Abwehrfehler den Weg für den Treffer ebnete.

Ein Duell unter Tabellennachbarn

Das Spiel im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer war ein typisches Zweitliga-Duell: Intensiv, fehlerbehaftet und mit reichlich Emotionen. Beide Teams befanden sich vor dem Match in unterschiedlicher Verfassung.

Während Kaiserslautern unter Trainer Torsten Lieberknecht auf Platz fünf der Tabelle stand und mit 19 Punkten um den Aufstieg buhlt, kämpfte Fürth um den Klassenerhalt. Die Kleeblätter hatten in den letzten vier Ligaspielen keinen Sieg geholt und lagen mit nur zehn Zählern auf Rang 14.

In der ersten Runde des Pokals hatten beide Mannschaften glatt gewonnen: Fürth besiegte BW Lohne mit 2:0, Kaiserslautern überrollte RSV Eintracht Stahnsdorf sogar mit 7:0.
Dennoch war der Pfälzer Vorsprung aus dem August (3:0-Sieg gegen Fürth) durch eine Rote Karte der Franken geprägt – ein Szenario, das sich in Fürth nicht wiederholte, aber durch andere Dramen ersetzt wurde.

Skyttä nutzt Fürther Patzer – Gelb-Rot als WendepunktBereits frühzeitig zeigte sich die Fürther Defensive anfällig. In der 12. Minute verursachte Torwart Leon Prüfrock einen Fehlpass, den Skyttä abfing und zum 0:1 verwandelte. Die Heimelf, angeführt von Trainer Thomas Kleine, investierte viel Energie, kam aber zu wenigen klaren Chancen. Dreimal scheiterte Fürth an Keeper Simon Simoni, der mit einer Gelben Karte für Zeitspiel (45. + 3.) bestraft wurde.

Der zweite Durchgang gehörte taktisch den Gästen, die den Vorsprung aber nicht ausbauten. Fürth drängte, doch eigene Fehler – darunter ein Abspiel von Phillip Ziereis, das fast zum 0:2 führte – verhinderten den Ausgleich. Der Höhepunkt der Dramatik kam in der 85. Minute: Fürth-Verteidiger Omar Sillah sah seine zweite Gelbe Karte (nach einer ersten in der 82.) für ein Taktelfoul gegen Aaron Kleinhansl und flog vom Platz.

Dieser Platzverweis mit „Seltenheitswert“ – Sillah hatte zuvor kaum gefoult – besiegelte das Fürther Schicksal.

Insgesamt gab es ein „Gelb-Festival“: Neun Karten insgesamt, darunter für Felix Kunze (Kaiserslautern) und mehrere Fürther Spieler.

Ohne VAR blieb der Schiedsrichter entscheidend, und Kaiserslautern verteidigte clever.Reaktionen: Erleichterung in Rot-Devil-Farben, Frust in Grün-Weiß“Ein harter, aber verdienter Sieg“, lobte Lieberknecht post-match. Skyttä, der Matchwinner, betonte: „Wir haben die Chancen genutzt und durchgehalten.“ Für Fürth-Trainer Kleine war es ein „Stimmungsdämpfer“: „Wir hatten die besseren Momente, aber Patzer kosten uns den Einzug.“

Der Niederlage folgten zwei Liga-Pleiten – nun verlängert sich die Krise der Franken.Bei den Fans sorgte der Sieg für Euphorie. Auf X (ehemals Twitter) feierten Kaiserslautern-Anhänger den „Pokalabend“ und den Start von Simon Simoni, einem albanischen Keeper-Talent. Fürth-Follower klagten über „verlorene Chancen“.

Ausblick: Achtelfinale und Liga-Prioritäten

Kaiserslautern träumt nun vom zweiten Pokalfinale in drei Jahren – zuletzt scheiterte man 2023 knapp. Die Losung für das Achtelfinale erfolgt bald, mögliche Gegner reichen von Bundesliga-Giganten bis Underdogs. In der Liga wartet am Wochenende Hannover 96, wo Lieberknecht auf die Rotation (z. B. Einwechslungen wie Aremu für Kunze) setzen könnte.

Für Greuther Fürth wird der Fokus nun voll auf die Liga: Der Kampf gegen den Abstieg erfordert schnelle Punkte. Der 0:1-Sieg der Roten Teufel unterstreicht: Im Pokal kann jeder zum Helden werden – und Fürth muss erstmal die Dämonen vertreiben.

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