Berlin – Deutschland kann sich die Ausgaben für Flüchtlinge international bei der Entwicklungshilfe anrechnen lassen.
In diesem Jahr steigen nach dieser Rechenmethode die deutschen Ausgaben für Entwicklungshilfe auf 0,6 Prozent des Bruttonationalprodukts (BNE): „Das ist ein großer Sprung in Richtung des 0.7-Prozent-Ziels“, sagte Unionshaushälter Eckhardt Rehberg (CDU) dem „Handelsblatt“.
Bis zum Jahr 2014 hatte die Bundesregierung die Aufwendungen für Flüchtlinge im Inland bei der Berechnung dieser so genannten ODA-Quote der Vereinten Nationen nicht einbezogen.
Die Unions-Haushälter stört die Bescheidenheit der Bundesregierung schon lange. Schweden etwa rechnete sich in den vergangenen Jahren jeweils bis zu 15.000 Euro pro aufgenommenem Flüchtling als Entwicklungshilfeausgabe gut. Das skandinavische Land zählt zu den wenigen Staaten, die das 0,7 Prozent-Ziel mit 1,09 Prozent sogar übererfüllen.
Deutschland erreichte 2014 nur 0,42 Prozent. „Deutschland übernimmt erhebliche finanzielle Verantwortung in der Welt“, sagte Rehberg. Dies müsse man nicht verstecken, zumal im Bundeshaushalt die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit in den vergangenen Jahren stetig gestiegen seien.
Der Etat von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) etwa steigt von sechs Milliarden im Jahr 2013 auf 7,4 Milliarden in diesem Jahr und 7,6 Milliarden im Jahr 2017.
Auch in anderen Ressorts gibt es Etatposten, die „ODA-fähig“ sind, wie es im Entwicklungshelfer-Jargon heißt, etwa Klimaschutzhilfen aus dem Wirtschaftsministerium.
Insgesamt kam Deutschland im Jahr 2014 auf 12,5 Milliarden Euro Ausgaben für den Kampf gegen weltweite Armut. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken


Berlin – Trotz Rekordbeschäftigung und guter Konjunktur sind die Sozialausgaben kräftig gestiegen und nehmen Kurs auf die Billionengrenze. So sind im Jahr ...
Berlin – Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, hat kritisiert, dass Außenminister Heiko Maas (SPD) den Taliban in Afghanistan unter bestimmten ...
Karlsruhe – Käufer von Autos mit sogenannter „Schummelsoftware“ können die Fahrzeuge beim Hersteller gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben, müssen sich die tatsächliche ...
Berlin – Die FDP wird sich in den Jamaika-Sondierungen dafür einsetzen, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung, Diplomatie und Entwicklungshilfe auszugeben. „Im ...
Wiesbaden – Die Steuereinnahmen aus Glücksspiel sind in Deutschland seit 2009 deutlich gestiegen. Im Jahr 2019 nahmen die öffentlichen Kassen rund 1,97 ...
Berlin – Die Bundesregierung stellt für die kommenden vier Jahre 64,5 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Folgen des Flüchtlingszustroms seit 2015 ...
Berlin – Die Union hat gelassen auf eine neue Prognose zu Flüchtlingskosten reagiert und sieht keine Veranlassung im Bundeshaushalt Vorsorge wegen möglicher ...
Berlin – Die Ausgaben für das staatliche Elterngeld werden im laufenden Jahr einen neuen Rekordwert von mindestens rund 6,5 Milliarden Euro erreichen. ...
Nürnberg – Das Bundesfinanzministerium hat für das laufende Jahr zusätzliche Ausgaben für Hartz IV von 900 Millionen Euro genehmigt – 600 Millionen ...
Berlin – Im Jahr 2011 sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland auf einen Rekordwert von über 74,6 Milliarden Euro ...
Berlin- Die Bundesregierung stärkt den Wiederaufbau in der vom IS befreiten nordirakischen Stadt Mossul. So werden in diesem Jahr zusätzlich 100 Millionen ...











