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Nach den langen Monaten der strengen Regelungen und Einschränkungen ist nun in Rheinland-Pfalz Besserung in Sicht.
Vor allem Amateursportler dürften sich über die guten Aussichten freuen. Bisher mussten die Sportler im Amateurbereich noch strenge Vorschriften befolgen, um sich während der Ausnahmesituation fit zu halten.
Lediglich Kinder und Jugendliche von bis zu 14 Jahren durften in Gruppen trainieren. Dabei war die maximale Anzahl der Teilnehmer auf 20 Personen festgelegt.
Dabei musste zum einen sichergestellt sein, dass das Training kontaktfrei abläuft, zum anderen war dies überhaupt nur beim Sporttreiben im Freien und auf allen öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen möglich.
Niedrige Inzidenzen und viele Impfungen treiben die Entwicklung voran
Bei Jugendlichen und Erwachsenen waren die Vorschriften etwas schärfer. Diese durften mit einer Gruppengröße von maximal 10 Personen dem Hobby nachgehen und auch hier bestand Kontaktverbot.
Mit den verschiedenen Inzidenzen und der kurzen Dauer der jeweiligen Vorschriften sprangen die Beschränkungen und Lockerungen regelmäßig hin- und her. Dabei einen Überblick zu behalten fiel schwer.
Doch frischen Wind in die Sache brachten vor allem die mittlerweile gut angelaufenen Impfzentren in Deutschland. Bundesweit sind 43,5 Millionen (Stand vom 21. Mai) Impfungen verabreicht worden.
So zieht die Bundesrepublik endlich nach, hängt aber im internationalen Vergleich noch deutlich hinter Spitzenreitern wie Israel und Großbritannien, die 63% beziehungsweise 54% ihrer Bevölkerung bereits impften.
Gute Neuigkeiten für Sportler und Fans
Nun dürfen sich Gruppen in bis zu 5 Personen, unabhängig der Haushalte, zusammenfinden und trainieren. Ein Kontaktverbot besteht weiterhin, aber im Fußball beispielsweise stellen Passübungen oder Torabschlüsse kein Problem mehr dar.
Auch Zuschauer können sich was Kultur und Sport angeht auf Neuerungen freuen. Bis zu 100 Personen dürfen unter Angabe der Kontaktinformationen und mit festgelegten Sitzordnungen Veranstaltungen verfolgen.
Voraussetzung hier sind negative Testergebnisse sowie ein Event im Freien. Für den Sport in der Halle gibt es leider keine Lockerungen und so darf auf 40 Quadratmetern lediglich eine Person trainieren. Zuschauer sind hier ebenfalls nicht erlaubt.
Sportlich gesehen sind das nicht die einzig positiven Nachrichten aus Rheinland-Pfalz. Kurz vor Ende der Saison steht nun fest, dass sich der 1. FC Kaiserslautern den Klassenerhalt in der 3. Liga sichern konnte.
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2018 sah es dieses Jahr lange danach aus, als drohe der Fall in die Regionalliga. Schon vor der Saison zeigte sich im Sportwettenvergleich, dass die Buchmacher den Roten Teufeln nicht die besten Chancen ausmalen. Der Abstiegskampf begann früh und über den 14. Platz der Tabelle kam das Team nie hinaus. Nun können sich das Team und seine Fans aber in Sicherheit wiegen, auch nächste Saison in Liga 3 zu spielen. Bleibt es bei den Regelungen, sogar zukünftig mit einigen Fans.
Mitgliederzahlen sanken zuletzt weiter
Einen weiteren bitteren Beigeschmack den die Situation der letzten Monate hinterließ, waren die drastisch sinkenden Zahlen an Vereinsmitgliedern. So waren es den letzten Zählungen zufolge insgesamt rund 1,35 Millionen Zugehörigkeiten in den Vereinen des Landes.
Im Detail sind es damit 54093 Mitglieder und 3,87% weniger als im Vorjahr. Auch die Anzahl der Sportclubs reduzierte sich stark. 51 Vereine lösten sich auf und bescherten damit den niedrigsten Stand seit knapp 30 Jahren.
Diese Entwicklung kommt nicht sonderlich überraschend, wenn man bedenkt, dass schlichtweg Neuanmeldungen komplett wegfielen und besonders kleine Vereine nicht die Ressourcen haben, ihr komplettes Angebot beispielsweise in den Online-Bereich zu verlegen.
Das war nämlich die Herangehensweise einiger Sportvereine, die weiterhin ihre Mitglieder erreichen konnten. Fehlen einem Club die entsprechenden Utensilien, Mitarbeiter und das technische Verständnis, ist es für sie kaum möglich.
Dennoch muss betont werden, dass trotz der äußerst schwierigen Phase viele Menschen ihrem Verein die Treue hielten, ohne deren Unterstützungen zahlreiche weitere Clubs am Rande des Ruins gewesen wären. Dank der neuesten Lockerungen ist die Euphorie also bei Amateursportlern, Zuschauern und Vereinen groß.

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