Donnerstag, 22. Oktober 2020

Ein Jahr im Amt: Wörther Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche berichtet

28. Juni 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional
Wörther Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche.

Wörther Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche.

Wörth – Am 13. März 2016 haben die Wörther Bürger Dr. Dennis Nitsche zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Am 1. Juli hatte er das Amt antreten.

Nun wendet sich Nitsche mit einem öffentlichen Schreiben direkt an die Bürger.

Das Schreiben im Wortlaut:

„(…) Vielleicht geht es Ihnen wie mir, und Sie können kaum glauben, wie schnell das Jahr vorbeigezogen ist. Zeit für mich als Ihr Bürgermeister Ihnen zu berichten!

Eine meiner ersten Amtshandlungen war die Eilentscheidung zu treffen, dass der geplante Kindergarten in den Volgerwiesen deutlich größer gebaut wird. Insbesondere in den Ortsbezirken Wörth und Maximiliansau fehlen uns zahlreiche Betreuungsplätze, auch der neue Kindergarten wird absehbar nicht ausreichen. Daher arbeiten wir an weiteren Lösungen.

Mein Ziel ist es, die Betreuungszeiten an die Bedürfnisse der Eltern anzupassen und ein qualitativ höchstwertiges Betreuungsangebot für die Kinder zu schaffen. Die Betreuungszeiten von Kindertagesstätten und Schulen müssen dabei zueinander passen.

Ein weiteres wichtiges Bauprojekt konnte ich nach über 20-jähriger Geschichte im Juni zum Abschluss bringen: Die Kulturhalle Schaidt wird gebaut. Ein Ersatz für die aufgrund ungenügenden Brandschutzes gesperrte alte Kulturhalle ist für das lebendige Vereinsleben in Schaidt notwendig. Wir gehen nun rasch an die Umsetzung.

Die Vereine der Stadt werden in Zukunft eine noch bessere Förderung erhalten, damit sie ihre bedeutende gesellschaftliche Aufgabe optimal erfüllen können. Ich freue mich sehr, dass alle Fraktionen im Stadtrat meinen Vorschlag neuer Vereinsförderrichtlinien unterstützt haben. Die Stadt Wörth ist damit in der Vereinsförderung vorbildlich, und eine jahrelange, teilweise hart geführte Diskussion ist beendet.

Die Weiterentwicklung unserer Ortsbezirke ist mir ein großes Anliegen – und erste wichtige Ziele sind erreicht: Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt uns mit einer großzügigen Förderung dabei, ein Standortentwicklungskonzept zu erstellen und umzusetzen. Im Altort von Wörth wird am 3. Juli die erste Stufe der Altortsanierung sichtbar, die Ottstraße wird zunächst temporär zur Einbahnstraße. Weitere Maßnahmen im Altort Wörth werden folgen.

Zudem haben wir die Bereitschaft des Landes, die L540 (Ludwigstraße, Luitpoldstraße, Bahnhofstraße) zur Gemeindestraße abzustufen, so dass wir selbst die Sanierung in Angriff nehmen können. Auch die Querungshilfe zur Dammschule werden wir dann endlich bauen können – nach über 15 Jahren Diskussion mit dem LBM! Zudem ist seit diesem Jahr das Durchfahrtverbot für schwere LKW auf der Hanns-Martin-Schleyer-Straße in Kraft so dass auch der Dorschberg mehr Sicherheit und mehr Ruhe erhalten hat.

In Büchelberg werden wir ein Dorferneuerungsprojekt angehen, und Schaidt erhält durch das Gesundheitszentrum eine neue zukunftsfähige Infrastruktur. In Maximiliansau gehen die Planungen zur Sanierung des Innenbereichs voran. Wichtig ist dabei, dass wir nicht nur den Autofahrern, sondern auch den Radfahrern und Fußgängern, den Senioren und Kindern sichere Aufenthalts- und Bewegungsräume geben.

Und die Querungshilfe in der Pfortzer Straße wird in den nächsten Monaten gebaut. Auch ein Radwegekonzept für unsere gesamte Stadt ist beauftragt.

Wo keine Entwicklung ist, herrscht Stillstand. Das gilt auch für das Dorschbergzentrum. Mit dem neuen Ärztehaus wird eine neue Dynamik entstehen, diese müssen wir weiterführen. Mein Vorschlag zur Umwandlung der Sportflächen auf dem Dorschberg zu Wohn- und Geschäftsflächen und die Verlagerung der Sportflächen zum Schauffele-Areal am Bahnhof wurde und wird rege diskutiert – das freut mich sehr!

Gemeinsam müssen wir entscheiden, in welche Richtung wir gehen wollen. Persönlich halte ich die Stärkung des Dorschbergs für dringend geboten, ein Blick nach Karlsruhe, Landau oder Kandel zeigt, wie wichtig die Entwicklung der zentralen Ortslagen ist. Der Stadtrat wird diese Frage voraussichtlich noch dieses Jahr entscheiden, Ende des Jahres sollen entsprechende Gutachten vorliegen.

Auch in Maximiliansau geht es voran. Mit der Wohnbau Wörth und der Sozialstation haben wichtige Gespräche für eine Bebauung des „Kappelmann-Geländes“ stattgefunden. Sobald diskussionsreife Vorschläge und Entwürfe vorliegen, müssen wir die dortige Entwicklung öffentlich diskutieren.

In Büchelberg und in der gesamten Stadt herrscht große Einigkeit, dass wir die Grundschule Büchelberg erhalten müssen. In dieser Frage wird es keine Kompromisse geben und wir haben gegenüber der Schulaufsicht mit guten Argumenten begründet, warum wir auf unserer Grundschule Büchelberg bestehen. Ich bin überzeugt davon, dass wir es gemeinsam schaffen werden.

Transparenz ist mir wichtig – deshalb finden Sie das Konzeptpapier zur Erhaltung der Grundschule auch auf der Internetseite der Stadt Wörth. So wie Sie auch viele andere Dinge online oder im Amtsblatt nachlesen können – denn: Es ist Ihre Stadt, informieren Sie sich und mischen Sie sich ein!

Auch einige weniger erfreuliche Themen waren zu bearbeiten: Der Verdacht auf Vogelgrippe beim Rassegeflügelzuchtverein, die vom Hafenunternehmen beabsichtigte Sperrung der Hafenstraße oder die zunächst sehr negative Finanzlage und heftige Haushaltsdebatten – eine „Schonzeit“ als neuer Bürgermeister habe ich nicht bekommen. Gemeinsam mit dem Verein arbeite ich daran die Zuchtanlage als Zoo anerkennen zu lassen, um zukünftigen Grippewellen begegnen zu können.

Die Finanzlage hat sich gebessert, wir haben wieder mehr Luft für Projekte, und hinsichtlich der Hafenstraße wird ein Gerichtsurteil Klarheit bringen müssen. Ich bin optimistisch, dass sich die Sicht der Stadt Wörth und die Beachtung des Gemeinwohls durchsetzen werden.

Eines musste ich lernen: Es geht zeitlich nicht, überall und immer auf jedem Fest und bei jeder Veranstaltung präsent zu sein oder wegen eines folgenden Termins so lange zu bleiben, wie man gerne möchte. Auch der eigenen Familie zuliebe kann ich leider nicht jede Einladung annehmen. Dafür bitte ich um Verständnis.

Mir ist es wichtig, regelmäßig bei allen Vereinen und in allen Ortsbezirken präsent zu sein. Und ich erhalte viele Rückmeldungen aus allen Ortsbezirken, dass die Menschen die Präsenz des Bürgermeisters schätzen und gerne auf mich mit ihren Anliegen zukommen. Mit Sprechstunden, Vor-Ort-Terminen, Ortsbegehungen, Wintergesprächen und anderen Angeboten bin ich auf vielen Wegen unkompliziert für Sie erreichbar – und Sie erhalten auf Ihre E-Mails eine persönliche Antwort.

Natürlich kann ich nicht in jedem Falle helfen oder an mich herangetragene Probleme lösen – manches dauert seine Zeit, und ab und zu ist Wünschbares nicht realisierbar. Oft aber finden wir gemeinsam eine Lösung. Klar ist auch: Die Verwaltung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten intensiv an sehr vielen und komplexen Aufgaben, alles gleichzeitig lässt sich nicht erledigen, wir müssen Prioritäten setzen, damit die unwichtigen Dinge uns nicht von den wichtigen abhalten.

Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich für den engagierten Einsatz und die große Unterstützung die ich seit meinem Amtsantritt erfahren durfte!

Ich freue mich auf die nächste Begegnung mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt. Und ich freue mich sehr auf das zweite Jahr im Amt als Ihr Bürgermeister!

Herzliche Grüße! Die Ärmel bleiben oben!

Dr. Dennis Nitsche

Bürgermeister der Stadt Wörth am Rhein

„P. S: Eine ausführliche Darstellung der Entwicklungen und der Umsetzung des Wahlprogramms finden Sie auf meiner persönlichen Internetseite www.dennisnitsche.de.“

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