SÜW. Sonntag, 14. April, 19.03 Uhr: Im Kreishaus brandet lautstarker Jubel auf. Die SÜW hat gewählt, das Ergebnis der Landratswahl steht fest. Amtsinhaberin Theresia Riedmaier (SPD) wurde im Amt bestätigt.
Gemeinsam mit Lebensgefährte Volker Krebs, Minister Alexander Schweitzer und anderen Parteifreunden betritt eine überglückliche, gelöste Theresia Riedmaier, die alte und auch neue Landrätin, das Kreishaus. „Ich kann gar nicht so Viele drücken, wie ich möchte“, sagt sie freudestrahlend und umarmt einen Gratulanten nach dem anderen.
Im Kreishaus haben sich auch die anderen drei Kandidaten, Nico Schenk (CDU), Nikolas Palmarini (FDP) und Karsten Ries (Die Piraten) eingefunden, geben Interviews und beglückwünschen die Siegerin, die sich in ihrer Dankesrede unter anderem für einen fairen Wahlkampf bedankt.
Auf den großen Leinwänden ist das Endergebnis zu lesen: Bei einer Wahlbeteiligung von 42, 6 Prozent (2005 lag sie bei 46,51 Prozent) hat Theresia Riedmaier im Endergebnis 58,6 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinigen können, Nico Schenk 35, 9 Prozent, Nikolas Palmarini 2,9 und Karsten Ries 2,5 Prozent.
105 Stimmbezirke mussten ausgezählt werden: Dernbach um 18.12 Uhr als erster Bezirk, Bad Bergzabern als Letzter. Die Entwicklung wird von den Anwesenden kommentiert, kennen sie doch die parteipolitischen Mehrheitsverhältnisse in den traditionell roten, schwarzen oder gelben Stimmbezirken. Und in den meisten kann Maria Theresia Riedmaier, wie es offiziell zu lesen steht, punkten und die Mehrzahl der Stimmen auf sich vereinigen; in Gossersweiler-Stein stehen die beiden Kandidaten jeweils bei 47,6 Prozent.
Insgesamt wurden 37.980 Stimmen abgegeben, wahlberechtigt waren 89.108 Personen.
„Es ist eine wunderbare Aufgabe, Landrätin der Südlichen Weinstraße zu sein. Ich freue mich über das Ergebnis, das ist wirklich eine tolle Anerkennung für die Arbeit, die ich mit vielen anderen leisten konnte. Es ist ein glücklicher Sonntag.“ Die Wahlbeteiligung von 42,6 Prozent empfindet Riedmaier enttäuschend, aber doch sehr viel besser als die, der vor kurzem stattgefundenen Landratswahl in Bad Dürkheim oder bei anderen Wahlen. „Es ist uns jedenfalls allen, auch den Mitbewerbern gelungen, Aufmerksamkeit für die Landratswahl zu erreichen,“ meint sie.
Dem PEX sagte Riedmaier: „Bürgerfreundliches Arbeiten ist das Wichtigste. Meine weiteren Themen sind der Demografische Wandel, die Energiewende gestalten, Umwelt und Natur und Initiativen zur besseren Integration von Migranten zu schaffen.
Und auf die Frage, wie sie den Wahltag verbracht habe, verriet die Landrätin: „Ich habe länger geschlafen, ausführlich gefrühstückt, dann das Haus aufgeräumt, weil im Wahlkampf vieles liegen geblieben ist, dann sind wir nach Schweigen-Rechtenbach gefahren und haben dort ein Glas Chardonnay Sekt getrunken. Ich habe gedacht, das ist doch eine schöne Welt und so kann es weitergehen.“
Riedmaier lud im offiziellen Teil ihrer Dankesrede alle Mitbewerber im Interesse der Südlichen Weinstraße zu Gesprächen ein.
Faire Verlierer
Diese nahmen das Ergebnis als gute Verlierer entgegen. Nikolas Palmarini: „Ich gratuliere Frau Riedmaier von Herzen und bedanke mich für einen wunderbaren Wahlkampf. Ich denke, gegen drei Mitbewerber sich so gut durchzusetzen, hat sie zusätzlich gestärkt. Ich selbst konnte viele Menschen treffen und habe eine tolle Unterstützung bekommen. Dieses Jahr sind Kommunalwahlen- ich bleibe jedenfalls dabei.“
Carsten Ries: „Als Neuling ist es ein gutes Ergebnis. Wir haben den Bundesdurchschnitt gehalten, ich hatte mir trotzdem mehr versprochen. Trotzdem sind wir jetzt angekommen und werden die Politik mitgestalten.“
Nico Schenk: „Ich freue mich über die größere Wahlbeteiligung als in Bad Dürkheim. Ich bin enttäuscht über das Ergebnis. Wir haben gekämpft und wir können nicht sagen, dass wir irgendetwas ausgelassen haben in diesem Wahlkampf. Morgen werden wir in Ruhe analysieren und überlegen, an was es gelegen hat.“
„Weltklasse-Ergebnis“
„Ein Weltklasse-Ergebnis und Lohn für die gute Arbeit, die Theresia Riedmaier in den letzten Jahren gemacht hat“, so SPD-Südpfalzvorsitzender Thomas Hitschler.
Und Tobias Lindner von den Grünen: „Wir haben Theresia Riedmaier unterstützt, weil wir gemeinsam mit der SPD ein inhaltlich starkes Programm für die Südliche Weinstraße aufgestellt haben, das wir die nächsten Jahre umsetzen wollen“. (desa)
Spannung: Warten auf das Ergebnis
Die Landrätin

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