Fettleibigkeit ist nicht harmlos: Stoffwechsel, Gefäße, Gelenke und Verdauungsorgane werden schwer belastet.
Foto: : Dieter Schütz / pixelio.de
Berlin – Wenn es nach den Vorstellungen von Gesundheitspolitikern von SPD und CDU geht, sollen Übergewichtige in Deutschland auf eine Art Zwangsdiät gesetzt werden.
Wie „bild.de“ berichtet, soll demnach auf besonders kalorienreiche Produkte eine Strafsteuer erhoben werden. SPD-Gesundheitsexperte Edgar Franke sprach sich für einen Aufschlag in Höhe des halben Mehrwertsteuersatzes für Nahrungsmittel mit mehr als umgerechnet 275 Kalorien je 100 Gramm aus.
Franke, der Mitglied des Bundestags-Gesundheitsausschusses ist, sagte: „Übergewicht und Fettleibigkeit sind Hauptrisikofaktoren für Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs. Eine Gesundheitssteuer auf besonders fetthaltige und zuckerreiche Nahrungsmittel wie Chips, Fastfood und extrem kalorienreiche Süßigkeiten würde das Ernährungsbewusstsein vieler Menschen mit Übergewicht schärfen und könnte so eine gesundheitspolitisch wünschenswerte Veränderung der Essgewohnheiten bewirken.“
Franke verwies auf das Beispiel von Mexiko, wo eine Steuer in Höhe von acht Prozent auf kalorienreiches Essen eingeführt wird. Dem SPD-Politiker betonte, ihm gehe es nicht in erster Linie um Mehreinnahmen für den Staat, sondern er sorge sich um die Volksgesundheit.
Die Experten schätzen die jährlichen Kosten infolge der durch Übergewicht verursachten Krankheiten auf rund 17 Milliarden Euro. Franke will deshalb die Mehreinnahmen aus der „Dicken-Steuer“ vor allem für zusätzliche Präventionsmaßnahmen verwendet wissen.
Darin wird der SPD-Gesundheitspolitiker von seinem CDU-Kollegen Erwin Rüddel grundsätzlich unterstützt. Rüddel, der ebenfalls dem Bundestags-Gesundheitsausschuss angehört: „Ein Risikoaufschlag auf extrem kalorienreiche Nahrungsmittel könnte helfen, das Ernährungsbewusstsein zu schärfen.“
Laut Ernährungsbericht der Bundesregierung leiden in Deutschland 67,1 Prozent der Männer und 52 ,9 Prozent der Frauen an Übergewicht. Fettleibigkeit („Adipositas“) kann u.a. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gelenkschäden sowie Darm-, Prostata- und Brustkrebs verursachen.
Aber auch schon 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen bringen zu viele Pfunde auf die Waage. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Berlin – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) hat Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, im Kampf gegen das wachsende Problem von Übergewicht und Folgekrankheiten wie ...
Wiesbaden – Die Niederlande sind im Jahr 2012 mit Abstand wichtigster Nahrungsmittellieferant Deutschlands gewesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamt wurden aus ...
Berlin – Immer mehr Deutsche leiden unter der Stoffwechselkrankheit Diabetes Typ2 („Alterszucker“). Das zeigt eine Datenerhebung der Kaufmännischen Krankenkasse KKH. Danach stieg ...
Berlin – Die Verbraucherorganisation Foodwatch, die Deutsche Diabetes Gesellschaft, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sowie 2.000 Ärzte haben einen Offenen Brief ...
Berlin – Die Union lehnt den SPD-Vorschlag zur Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Süßigkeiten ab. „Wir wollen keine Strafsteuer auf angeblich ungesunde Lebensmittel ...
Berlin – Im Kampf gegen Steuerbetrug haben Vertreter von mehr als 50 Staaten am 29. Oktober bei einer internationalen Steuerkonferenz in Berlin ...
Neustadt/Weinstraße – Mitarbeitern der Feuerwehr Neustadt fiel am Samstagmittag (19. August) ein schwarzer Audi auf, an dessen Steuer ein Kleinkind saß. Ein ...
Berlin – Entgegen der Ankündigung von CDU und CSU nach der Bundestagswahl keine Steuern zu erhöhen, plant Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ab ...
Germersheim – Am Mittwochmittag haben Polizeibeamte der Polizeiinspektion Germersheim im Stadtgebiet gezielt die Handybenutzung bei der Teilnahme am Straßenverkehr überwacht. Dabei wurden zwei ...
Berlin – Für die Reform der Grundsteuer bleibt womöglich deutlich mehr Zeit als angenommen – angeblich bis 2028. Das Bundesverfassungsgericht hatte am ...
Berlin – Führende Politiker aus Union und SPD haben sich für ein Vollverschleierungsverbot am Steuer ausgesprochen. „Ich strebe an, eine Vollverschleierung in ...














