
Der Landauer Zoo musste wegen zunehmender schwerwiegender gesundheitlicher Probleme von Gepardin Assama Abschied nehmen.
Foto: Zoo Landau
Landau. Die Sudan-Gepardin Assama aus dem Landauer Zoo ist im Alter von sechs Monaten verstorben. Aufgrund schwerwiegender und nicht therapierbarer Gelenkveränderungen musste das Jungtier eingeschläfert werden.
Assama war Anfang Juli 2025 als einziges Jungtier der Gepardenkatze Rose geboren worden. Der Welpe wurde geschwächt und ohne erkennbaren Pflegetrieb der Mutter aufgefunden. Da die Überlebenschancen für ein einzelnes Gepardenjungtier zudem sehr gering sind, aber Assama einen potentiell wichtigen Beitrag für den Erhalt der in der Natur stark gefährdeten Tierart beitragen könnte, wurde in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der Versuch einer Flaschenaufzucht unternommen.
Nachdem die ersten drei Wochen die adäquate Futteraufnahme und Verdauung zu den hauptsächlichen Baustellen gehörten, stellten sich danach schon früh spontan und unerwartet ernsthafte Störungen bzw. Einschränkungen der Fortbewegungsfähigkeit der kleinen Gepardin ein. Leider ist eine ganze Reihe von Erkrankungsursachen bei Geparden beschrieben, die eine solche Problematik verursachen können.
Darunter auch solche, die nicht selten zum Tod führen. Ein schlimmer Verdacht, der sich jedoch nach umfänglicher Konsultation international anerkannter Geparden-Expertinnen und -Experten und intensiver tiermedizinischer Betreuung zunächst nicht bestätigte. Die genaue Ursache des ersten gesundheitlichen Einbruchs blieb unklar.
Mit sehr intensiver Pflege in den folgenden Monaten schien sich der Zustand der Gepardin zum Besseren zu wenden. Trotz gelegentlicher Lahmheiten zeigte sie sich verspielt und aufgeweckt und entwickelte sich sonst gut. Leider verschlechterte sich dann im Dezember 2025 die Lahmheit des rechten Vorderbeins soweit, dass weiterführende Diagnostik durchgeführt werden musste.
Im Zuge dieser Untersuchung wurden starke Veränderungen der Hüft- und Ellenbogengelenke festgestellt. Es wurden mehrere Fachtierärzte zu Rate gezogen und Behandlungsoptionen und Heilungschancen abgewogen. Unter anderem wurde die bei Haustieren operative Behandlung und notwendige intensive Ruhigstellung und Nachsorge einzelner betroffener Gelenke als nicht erfolgsversprechend verworfen.
Eine weitere deutliche Verschlechterung von Assamas Gelenkproblemen mit erheblichen Schmerzen war kurz- bis mittelfristig absehbar. Die Lahmheiten machten Assama zunehmend zu schaffen, umso mehr sie wuchs und an Gewicht zulegte.

Die kleine Assama war auch ein Hoffnungsträger für den Zoo.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Um der jungen Katze Schmerzen und Leid zu ersparen, wurde sie am 27. Januar 2026 im Beisein ihrer vertrauten Tierpfleger eingeschläfert. In einer eingehenden pathologischen Untersuchung bestätigten sich die massiven Befunde der vorherigen Diagnostik. Umfängliches Probenmaterial wurde u.a. einer zoologischen Stammzelldatenbank für Forschungszwecke zugeführt. Hiermit besteht die Möglichkeit, dass Assama noch nach ihrem Tod einen Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Unterart des Sudan-Geparden leisten wird.
Der Zoo Landau wird seine Unterstützung auch des Schutzes der Art im natürlichen Lebensraum in Zusammenarbeit mit dem Cheetah Conservation Fund (CCF) fortsetzen. Ziel ist es zudem, an bereits zweifache erfolgreiche natürliche Nachzuchterfolge für die Art im Zoo Landau anzuknüpfen.
Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel: „Der Verlust dieses besonderen Tieres trifft das gesamte Team des Zoo Landau sehr schwer. Die Aufzucht von Assama, mit vielen Höhen und Tiefen, erfolgte mit sehr großer Fürsorge, Zuneigung und großen Hoffnungen.“

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