
Das neue Sudan-Gepardenbaby im Zoo Landau ist ein Mädchen: Der erste medienöffentliche Auftritt von Assama wurde aus Tierschutzgründen aber dennoch verschoben.
Quelle: Stadt Landau
Landau. Wir kennen es doch alle, manchmal macht das Bäuchlein nicht mit. Das ist besonders bei Babys so und gilt auch für Jungtiere im Landauer Zoo. Diese Luft im Bauch sorgte nun dafür, dass der Kennlerntermin der Medien mit dem neuen Sudan-Gepardenbaby im Zoo aus Rücksicht aufs Tierwohl entfallen musste.
Sicher ist aber, dass die Medienvertreter ein Weibchen hätten kennenlernen dürfen. Die Geschlechtsbestimmung ergab, dass im Zoo Landau eine Assama und kein Assamo geboren wurde.
„Wir sind sehr traurig, dass es Assama ausgerechnet heute nicht gut ging. Auch wenn es am Ende nur Luft im Bauch war, steht letztlich das Wohl der Tiere im Vordergrund und wir haben uns danach zu richten“, erklärt Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. „Der Termin ist aber nur verschoben. Wir freuen uns schon sehr, Assama der Medienöffentlichkeit und anschließend den Besuchern im Zoo vorstellen können“, so Heckel weiter.
Sudan-Gepardin Assama wurde vor drei Wochen im Landauer Zoo geboren und wird seitdem von Zoodirektor Heckel und Tierärztin Dr. Judith Heckel mit der Flasche aufgezogen. Bei Gepardenkatzen werden in der Regel drei bis fünf Welpen geboren.
Sudan-Gepardin Rose brachte Anfang Juli jedoch nur ein Jungtier zur Welt. Da bei Einzelkindern der Milchfluss der Mutter schnell versiegt und sie für ein Tier den Aufwand der Aufzucht nicht betreiben, besteht die Gefahr der Vernachlässigung. Daher entschied sich das Zooteam nach Rücksprache mit Spezialisten, Assama mit der Flasche aufzuziehen.
Höhen und Tiefen in der Tieraufzucht
Wie Dr. Heckel dem Pfalz-Express sagte, sei eine Tieraufzucht immer mal von Höhen und Tiefen begleitet. „Es hat uns schon einen Schrecken eingejagt in einer Zeit, wo doch alles offensichtlich ganz gut lief mit Assama“, so Heckel.
Assam hatte Bauchschmerzen, jetzt ist sie wieder „ganz die Alte“. Kleine Rückschläge und Sorgenmomente werde es immer geben, sagt Zoodirektor und Tierarzt Dr. Heckel.
Schließlich ist Assama kommenden Samstag gerade mal drei Wochen alt. Nichts ist eben so gut wie die eigene Muttermilch. Sehr positiv sei es, dass es für den kleinen Racker auch ein Beschäftigungsprogramm in Form der Rumänenhündin Elly gibt, die die Familie Heckel seit 1 1/2 Jahren komplettiert.
Die Hündin habe zunächst Vorbehalte gegenüber Assama gehabt, obwohl sie ja Katzen gewöhnt sei. Jetzt verstehe sie sich als Ersatzmama, kümmere sich um die kleine Gepardendame und bespiele sie. Das ist sehr wertvoll und sei auch besser, „als wenn wir als Menschen prägend wirkten“.
Und wann kann man Assama denn kennenlernen? „Bevor wir nicht wirklich das gute Gefühl haben, dass sie stabil ist, werden wir keinen Termin anberaumen, aber es wird immer mal wieder Zwischenmeldungen geben“, erklärt Dr. Heckel dazu.
Es sind keine optimalen Startbedingungen, das müsse jedem bewusst sein. Auch die Umstellung von Milch auf feste Nahrung sei nicht einfach. „Es gibt viele Unwägbarkeiten.“ Das bedeute auch ein „ziemliches Beschäftigungsprogramm“ in nächster Zeit, damit Assama wachsen und gedeihen könne. (red/desa)

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