
Claude musste eingeschläfert werden.
Quelle: Zoo Landau
Landau. Am 24. November 2025 hieß es für den Landauer Zoo Abschied zu nehmen von Sudan-Gepardenkater Claude. Das Tier war mit zunehmendem Alter bereits seit längerem unter tierärztlicher Beobachtung und Behandlung, zeigte sich allerdings sehr stabil.
In den letzten zwei Wochen baute der sehr betagte Kater jedoch körperlich stark ab. Anzeichen unter anderem eines chronischen Nierenversagens, wie es häufig bei alternden Katzenartigen auftritt, ließen keine Aussicht auf eine weitere erfolgsversprechende Therapie. Der Kater wurde daher eingeschläfert. Der Tierkörper wurde zu Untersuchungs- und Forschungszwecken in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin übersandt.
Claude zählte zu der selten in Zoos gehaltenen und in der Natur stark gefährdeten Unterart des Nördlichen oder auch Sudan-Geparden. Mit 16 Jahren gehörte er zuletzt weltweit zu den ältesten Individuen in den gepardenhaltenden Einrichtungen, die ihre Daten an das weltweite Tierdatenerfassungssystem ZIMS (Zoological Information Management System) melden. Laut einer aktuellen Abfrage gibt es aktuell nur drei noch ältere Sudan-Geparden.
Claude war im September 2019 trotz seines damals schon relativ hohen Alters aber wegen seiner wertvollen Genetik aus dem irischen Fota Zoo zu Zuchtzwecken nach Landau gekommen. Er ist der Vater des im Mai dieses Jahres von Zuchtkatze ROSE geborenen Jungtiers ASSAMA.
Um die in der Vergangenheit im Zoo Landau schon mehrfach erfolgreichen Zuchtbemühungen für diese gefährdete Unterart fortsetzen zu können, wird mit dem Koordinator des Europäischen Ex-Situ-Programms (EEP), das die gezielte Nachzucht dieser hochbedrohten Art europaweit koordiniert, ein passender Nachfolger gesucht.
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