
CDU-Parteitag 2022 in Hannover.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Hannover – Die Delegierten des CDU-Bundesparteitags haben am Freitagabend knapp für eine parteiinterne Frauenquote gestimmt.
Der Antrag erhielt 559 Ja-Stimmen, 409 Delegierte stimmten dagegen. Zudem gab es elf Enthaltungen. 501 Stimmen waren erforderlich. Mit 34 Redebeiträgen war das Thema zuvor hitzig diskutiert worden.
Die knappe Annahme der Frauenquote gilt als Erleichterung für Friedrich Merz auf seinem ersten Präsenzparteitag als CDU-Chef, da er selbst wiederholt intensiv dafür geworben hatte. Im Leitantrag des Bundesvorstands steht eine Frauenquote gleich an mehreren Stellen.
Mit Wirkung zum 01.01.2023 soll es bei Gruppenwahlen zu Vorstandsämtern eine verbindliche Quote von einem Drittel geben, das mit Frauen besetzt wird. Ab 2024 soll die Quote auf 40 Prozent steigen, ab 2025 auf 50 Prozent.
„Von der Frauenquote kann aus tatsächlichen Gründen abgewichen werden, wenn nicht genügend Frauen zur Einhaltung der Quote kandidieren“, heißt es weiter in dem Antrag. „In diesem Fall bestimmt die Anzahl der kandidierenden Frauen die Frauenquote“, heißt es weiter. Die Quote soll auch bei der Aufstellung von Kandidaten für Bundestag, Landtage und EU-Wahlen für die ersten zehn Listenplätze gelten. „Unter drei aufeinander folgenden Plätzen soll dabei mindestens eine Frau sein“, heißt es weiter. (dts Nachrichtenagentur)
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