
Foto: dts nachrichtenagentur
Berlin – Die Pläne der CDU, bis zum Jahr 2025 für Gruppenwahlen bei Vorständen einen verbindlichen Frauenanteil von 50 Prozent einzuführen, rufen gemischte Reaktionen hervor.
Kritik an dem Vorhaben übt Astrid Hamker, Präsidentin des CDU-nahen Wirtschaftsrats: „Dieser Vorstoß ist genauso übermotiviert und unrealistisch wie Quoten für die Wirtschaft vorzuschreiben“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“.
Für junge Frauen sei Gleichberechtigung eine Selbstverständlichkeit, da brauche es keine Quoten, so Hamker. „Ich weiß nicht, ob die CDU als bürgerliche Partei sich damit einen Gefallen tut, sich mit immer mehr Geboten und Verboten dem linken Zeitgeist anzupassen.
Und inwieweit die Parteibasis es begrüßt, dass sich die Parteispitze hier in die innerparteiliche Demokratie einmischt und Vorschriften macht.“ Die Unternehmerin lehnt eine Frauenquote generell ab, auch in der Wirtschaft: „Ich empfinde die Quote als Maßregelung und Gängelung – und nicht als bürgerlich und freiheitlich“, so die Wirtschaftsrats-Chefin.
Mit Blick auf die aktuelle Krise fügte sie hinzu: „Wir sind in der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, da müssen wir jede Gängelung, Auflagen und Bürokratie vermeiden.“(dts Nachrichtenagentur)
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