
Cyberangriff auf Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz.
Foto: Polizei
RLP – In den Abendstunden des 13. Juli kam es zu einem Cyberangriff auf mehrere Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz. Insgesamt wurden die Server von zwölf Einrichtungen der Trägergesellschaft Südwest des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit einer Schadsoftware verschlüsselt. Darüber hinaus sind sechs Einrichtungen im Saarland von dem Angriff betroffen.
Durch die Verschlüsselung waren die Krankenhäuser im administrativen Bereich eingeschränkt, die medizinische Versorgung der Patienten konnte jedoch durchgehend gewährleistet werden.
Zum Schutz der übrigen IT-Infrastruktur wurden die Systeme in den Notfallbetrieb gesetzt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte die Funktionsweise der IT-Infrastruktur in den betroffenen Einrichtungen noch nicht vollständig wiederhergestellt werden, so Polizein und Staatsanwaltschaft.
Es liegen zurzeit keine Erkenntnisse vor, dass sensible Daten der betroffenen Einrichtungen bei dem Ransomware-Angriff abgeflossen sind. Die Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz (LZC) hat ein Ermittlungsverfahren wegen Computersabotage und versuchter Erpressung eingeleitet.
Bei der digitalen Erpressung werden Computer mit einer Schadsoftware, der sogenannten Ransomware, infiziert, die für eine Verschlüsselung von Dateien und Dokumenten auf den betroffenen Systemen sorgt. Für die Wiederherstellung des Zugriffs auf die Dateien wird die Zahlung eines Lösegelds (englisch: Ransom) in der digitalen Währung Bitcoin von den Betroffenen verlangt.
Einige Varianten von Ransomware verschlüsseln nicht nur lokale Dateien, sondern greifen auch Netzwerkordner an. Auf diese Weise kann sich die Infektion eines einzelnen Computers innerhalb eines Netzwerks auch auf andere Geräte in diesem Netzwerk ausbreiten. Diese Varianten der Ransomware zielen in erster Linie auf Unternehmen ab und beabsichtigen eine möglichst weitreichende Verschlüsselung von Unternehmensdaten.
Eine Infektion mit Ransomware kann weitreichende Folgen für ein betroffenes Unternehmen haben: Betriebsausfälle und Störungen im Betriebsablauf, Verlust sensibler Daten, finanzielle Einbußen, Reputationsverlust, etc.
Das Landeskriminalamt empfiehlt Betroffenen, unverzüglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten und nicht auf Lösegeldforderungen einzugehen. Verschlüsselte Dateien werden meistens trotz Zahlung des Lösegelds nicht entschlüsselt.
Nach einer Infizierung mit Ransomware hilft häufig nur ein komplettes Neuaufsetzen und Aufspielen eines Daten-Backups, weshalb unbedingt empfohlen wird, regelmäßig umfassende (mehrstufige) Backups der Unternehmensdaten vorzunehmen.
Zum Schutz vor einer Infektion mit Ransomware sollten insbesondere Maßnahmen für eine sichere E-Mail-Nutzung ergriffen werden. Hierzu gehören insbesondere die Information und Sensibilisierung von Mitarbeiter/innen der Unternehmen hinsichtlich der Infektionsgefahren durch E-Mail-Anhänge oder Links und zum sicheren Umgang mit E-Mail-Kommunikation.

Diesen Artikel drucken



RLP – Die Finanzministerien des Bundes und der Länder haben am Donnerstag ein steuerliches Hilfspaket zur Unterstützung der durch die Corona-Pandemie finanziell ...
Kaiserslautern – Mit Schadsoftware haben Unbekannte am Dienstag Computer einer Arztpraxis im Stadtgebiet infiziert und Daten verschlüsselt. Der Verschlüsselungstrojaner (Ransomware) war vermutlich ...
SÜW/LD. Seit gestern (2. April) gilt in Rheinland-Pfalz die Dritte Landesverordnung zur Änderung der Dritten Corona-Bekämpfungsverordnung im Kampf gegen das Corona-Virus. Im ...
Hohes Fieber, Husten und Halsschmerzen: Mehr als 6.700 Grippefälle verzeichnet das Landesuntersuchungsamt (LUA) seit Anfang des Jahres. Damit war die nun zu ...
Ein rheinland-pfälzisches Unternehmen, das namentlich nicht genannt werden möchte, stellt der Landesregierung kostenlos Desinfektionsmittel zur Verfügung. Bei der Sachspende handelt es sich ...
RLP – Mit einer neuen Strategie wollen Polizei und Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz die Verfolgung von Mehrfach- und Intensivtätern (MIT) optimieren. Die Bekämpfung ...
Rheinland-Pfalz – Zur Unterstützung der landesweiten Integrationsmaßnahmen mit Sport hat der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) in Kooperation mit Partnern einen „Sport Guide für ...
RLP – Weniger Straftaten, insbesondere weniger Gewalttaten, weniger Wohnungseinbrüche und eine überdurchschnittliche Aufklärungsquote: Die neue polizeiliche Kriminalitätsstatistik weist nach Angaben des Landeskriminalamts ...
Rheinland-Pfalz – Umfassende Investitionen sowohl in technische Ausrüstung und eine Aufstockung des Personals sind dringend notwendig für die rheinland-pfälzische Polizei. Das sagte ...
RLP – Wegen der Zunahme der Covid-19-Erkrankungen in Deutschland ist die Nachfrage nach Händedesinfektionsmitteln stark angestiegen, so dass derzeit nicht ausreichend Produkte ...
SÜW/GER – Das Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster erhält in diesem Jahr pauschale Fördermittel in Höhe von 1.542.811 Euro. Das ...














