Montag, 23. September 2019

Starke Grippewelle schwappte über Rheinland-Pfalz

26. April 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz, Südwestpfalz und Westpfalz

Foto: red

Hohes Fieber, Husten und Halsschmerzen: Mehr als 6.700 Grippefälle verzeichnet das Landesuntersuchungsamt (LUA) seit Anfang des Jahres.

Damit war die nun zu Ende gehende Grippewelle zwar nicht so heftig wie in der außergewöhnlich starken vorherigen Saison – im Vergleich mit früheren Jahren erkrankten dennoch überdurchschnittlich viele Rheinland-Pfälzer.

Ausgelöst wird die Grippe durch Influenzaviren. Im Frühjahr 2018 hatten die kommunalen Gesundheitsämter dem LUA fast 13.900 Infektionen gemeldet – ein Rekordwert. Im Vergleich dazu verliefen frühere Grippesaisons weniger drastisch: Im Frühjahr 2017 erkrankten rund 4.500 Menschen in Rheinland-Pfalz, 2016 waren es circa 3.400 und 2015 insgesamt etwa 2.800 Menschen gewesen.

Erfasst werden nur die Fälle, in denen Influenzaviren im Labor nachgewiesen werden. Da nicht bei allen Grippepatienten ein Abstrich genommen wird und auch nicht alle Erkrankten überhaupt zum Arzt gehen, ist die tatsächliche Zahl der Grippeerkrankungen in einer Saison deutlich höher als die Zahl der gemeldeten Fälle.

Von den rund 6.700 Erkrankten der Grippewelle im Frühjahr 2019 mussten etwa 2.400 im Krankenhaus behandelt werden, 23 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Ein genauer Blick auf die anonymisierten Meldedaten zeigt zudem, dass 2019 besonders Kinder im Alter bis 9 Jahre von der Influenza betroffen waren. Menschen über 70 waren die am zweithäufigsten betroffene Gruppe.

Die Grippe unterscheidet sich von harmloseren grippalen Infekten durch den plötzlichen und heftigen Krankheitsbeginn mit anhaltend hohem Fieber, starken Muskel- und/oder Kopfschmerzen sowie Schwäche. Diese treten zusätzlich zu den Symptomen der allgemeinen Erkältung wie laufender Nase, trockenem Reizhusten und Halsschmerzen auf.

Für Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Schwangere kann die Grippe besonders gefährlich sein: Bei ihnen treten häufiger schwere Krankheitsverläufe mit Lungen- oder Mittelohrentzündungen auf.

Der wirksamste Schutz gegen die saisonale Grippe ist die Impfung. Sie muss vor dem Beginn jeder Saison aufgefrischt werden. Der ideale Zeitraum dafür sind die Monate Oktober und November. (lua/red)

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