Erlenbach – Der Bürgermeisterkandidat für die VG Kandel, Michael Niedermeier (CDU), hatte zu einer weiteren Bürgerversammlung eingeladen, dieses Mal in Erlenbach. Bislang wurde das Format bestens angenommen.
„Wir können nur etwas erreichen, wenn der Austausch nicht nur auf Verwaltungsebene und unter den politisch Verantwortlichen stattfindet, sondern wenn in den direkten Kontakt mit den Bürgern gegangen wird und dahingehend niederschwellige Angebote der Bürgerbeteiligung geschaffen werden“, so Michael Niedermeier.
Sven Koch als Gastreferent referierte über die Möglichkeiten und die Vor- und Nachteile einer Tempo-30-Zone auf Hauptverkehrsstraßen.
Die Anwesenden hätten im Nachgang ihrem Ärger Luft gemacht, dass in dieser Hinsicht nicht mehr viel Aktion zu spüren sei, schreibt Niedermeier in einer Mitteilung.
„Warum tut sich nichts? Wieso setzt man sich nicht weiter für eine Verkehrsberuhigung ein?“, seien die Fragen aus dem Publikum gewesen.
Das sei auch sein, Niedermeiers, Hauptkritikpunkt, den er in seiner möglichen Amtsführung anders handhaben wolle. „Warum wurde die Möglichkeit eines Lärmaktionsplans nicht in Betracht gezogen? Wieso diskutiert man nicht über die Möglichkeiten zur Förderung von Lärmschutzfenstern? Weshalb wird sich nicht für eine Schnellaktion von Straßenreparaturen eingesetzt? Das sind alles Fragen, die ich mir selbst als Bürgermeister nicht stellen wollte. Das sind alles Themen, die aktiv vonseiten der Verbandsgemeinde angegangen werden können, um so die Ortsgemeinde und vor allen Dingen die Bürger sowie die Anlieger aktiv zu unterstützen“, so Michael Niedermeier, der zusage, genau dies als Bürgermeister zu tun.
Nicht nur der Lärm sei für viele Anwohner ein großes Thema, sondern auch die teilweise beträchtlichen Erschütterungen der Häuser bei vorbeifahrenden LKW oder ähnlichem.
Gerade auch der Zustand der Straße sei von den Anwesenden bemängelt worden, da dieser zu einem großen Teil zum Lärm und den Erschütterungen beitrage.
Ein Vertreter der Ortsgemeinde kündigte an, dass bei der anstehenden Sanierung der Haynaer Straße auch die Bushaltestelle neu konzipiert und angelegt werde, so dass an einer Stelle die Straße verengt werde. Dies wiederum werde zu einer Temporeduzierung führen.
„Dabei kann es aber nicht bleiben. Das löst das Problem nur punktuell“, so ein Anlieger. Dem stimme Niedermeier zu. Er wolle sich für einen Lärmaktionsplan für Erlenbach einsetzen und gleichzeitig die Situation des naheliegenden Kindergartens, des Hofladens sowie der Schulkinder und Nutzer der Bushaltestellen in die Diskussion stärker miteinzubinden und schauen, dass sowohl der Sicherheits- als auch der Lärmaspekt aufgenommen und bewertet werde.
Zusätzlich sei die Autobahnbeschilderung laut einer Anliegerin ein Problem, da Herxheim bei der Autobahnausfahrt schon anstehe und daher auch viel LKW-Verkehr ableite und durch Erlenbach führen würde.
„Wenn dem so ist, dann müsste man auch darüber reden und dafür einstehen, den Verkehr nach Herxheim grundsätzlich über die Ausfahrt Rohrbach zu führen und nur noch Hayna auf dem Schild zu vermerken“, so Michael Niedermeier. Auch die interkommunale Zusammenarbeit könnte hier ein Thema sein, so Niedermeier weiter: „Die LKW und PKW, die nach Herxheim wollen, fahren auch durch Hayna.“
Die Bürgerversammlung sei auch dazu da, dass die Bürger Anliegen und Fragen herantragen dürften, schreibt Niedermeier weiter. So seien vor allen Dingen die Zukunftsaussichten Erlenbachs im Hinblick auf eine immer älter werdende Gesellschaft angesprochen und die damit einhergehenden Einkaufsmöglichkeiten thematisiert worden.
Aus der Diskussion heraus hätten sich Lösungen abgezeichnet. „So konnte der Wunsch nach einem möglichen kleinen Laden, mit Planungen einer Nachbarschaftshilfe bis hin zu einem Einkaufsbusverkehr besprochen werden, was der anwesende Vertreter der Ortsgemeinde Erlenbach mitnahm und im Detail mit den Anwesenden besprechen wird. Dies ist das beste Beispiel für offene Bürgerversammlungen. Durch die Diskussion und dem direkten Gespräch vieler Beteiligter wurde bürgerschaftliches Engagement bekannt, dass so effektiver genutzt und zusammengeführt werden kann. Bürgerbeteiligung ist ein echter Gewinn und das ist der beste Beweis dafür“, befand Niedermeier.
Der Bürgermeisterkandidat habe weiterhin erklärt, dass es keine Bürgersprechstunden des Verbandsbürgermeisters in den einzelnen Ortsgemeinden und damit auch nicht in Erlenbache gebe. „Mit mir wird es in regelmäßigen Abständen Bürgerversammlungen in diesem Format und Bürgersprechstunden des Verbandsbürgermeisters geben. Was es Gutes bewirken kann, haben wir heute gesehen.“

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