Freitag, 15. November 2019

Bürgerversammlung in Freckenfeld – Bürger monieren zu wenige Bauplätze

18. August 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional
Bürgerversammlung in Freckenfeld.

Bürgerversammlung in Freckenfeld.

Freckenfeld – Der Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Kandel, Michael Niedermeier (CDU) hatte am Dienstag zur Bürgerversammlung ins Weingut Disqué eingeladen. Rund 30 Bürger kamen.

Im Fokus der Diskussion stand vorneweg das Thema „fehlende Bauplätze“. Die Nachfrage sei ungemein hoch, erklärte Niedermeier. Das bekomme er bei seinen Haustürbesuchen immer wieder zu hören. Bisher sei wenig bis gar nichts gemacht wurde. Für bauwillige Familien sei das „eine immer untragbarere Situation“.

Im Anschluss daran stellte Norbert Knauber, Vorsitzender im CDU-Gemeindeverband, kurz dar, wie diese Thematik in Steinweiler angegangen wird. Er beschrieb das sogenannte Einheimischenmodell, dass es der Gemeinde ermögliche, den ortsansässigen jungen bauwilligen Familien vorrangig Bauplätze zu einem akzeptablen Preis zu verkaufen.

Dann kamen die Bürger zu Wort. Diese hätten ihrem Ärger Luft gemacht und sich beschwert, dass in Freckenfeld die versprochenen Bauplätze nicht kämen, schreibt Niedermeier in einer Mitteilung.

Noch viel schlimmer sei, „dass von der Gemeindespitze gesagt wurde, dass man mit den jetzigen Grundstückseigentümern Gespräche führe, dass aber nach meinen Erkenntnissen nicht stimmt“, habe sich ein junger Freckenfelder Familienvater beschwert.

Eine Bürgerin aus Freckenfeld habe gleichfalls Zweifel erhoben, ob bisher überhaupt Gespräche geführt worden seien.

„Das ist der erste Schritt in dieser Situation hier in Freckenfeld. Alles andere macht da keinen Sinn“, so Niedermeier.

Dabei müsse aber auch klar sein, was Inhalt der Gespräche sein solle: „Für mich ist unverständlich, wie man dieses Thema seit Monaten rumdümpeln lassen kann. Mir wurde dieses Thema in dieser bisher kurzen Zeit meiner Kandidatur so oft angetragen. Das Unverständnis bei den Bürgern ist groß“, erklärte der Bürgermeisterkandidat. Wenn hier jetzt nicht bald etwas passiere, dann werde das geschehen was eigentlich niemand wolle: Junge Leute würden wegziehen und den Ort verlassen. Niedermeier: „Damit verspielen wir ein Stück Zukunft!“

Zu wenig geboten in Freckenfeld?

Als weiteres Thema wurde Freckenfelds Innerortsentwicklung angesprochen. „Der Dorfladen ist zwar gut und schön, aber soll es dabei geblieben sein?“, sei eine Frage aus dem Publikum gewesen.

„Wir dürfen die innerörtliche Entwicklung nicht nur an einem Projekt festmache. Also nicht nur Dorfladen, nicht nur Sporthalle, nicht nur Bauplätze usw.“, findet Niedermeier. Es sei von immenser Bedeutung, die Dorfentwicklung immer ganzheitlich zu sehen.

Deshalb rege er an, über eine Art Dorferneuerungsprogramm nachzudenken. Das alles mache viel Arbeit. „Aber es lohnt sich, wenn unterm Strich Freckenfeld zukunftsfähiger gemacht wird. Was erwartet uns in Freckenfeld in 20 Jahren? Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen, damit das Dorf eine Zukunft hat? Diese und viele weitere Fragen müssen gründlichen und zeitnah erfasst, untersucht und beantwortet werden!“

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