Dienstag 16.Juni 2026

Bürger-Energiegenossenschaft: Neue Geschäftsfelder sichern die Zukunft

29. Mai 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Wirtschaft in der Region

Foto: Bürger-Energiegenossenschaft

Südpfalz / Jockgrim – Auf die unsichere Energiepolitik der Bundesregierung reagiert die Bürger-Energiegenossenschaft mit der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Sie setzt auf Smart-Pacht-Modelle für Strom und Wärme und auf Windkraft.

Gut besucht war unlängst die Mitgliederversammlung im Bürgerhaus Jockgrim, bei der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das zurückliegende Geschäftsjahr abgaben. Von einer stetigen positiven Entwicklung sprach Vorstand Windfried Schürmann.

Die Genossenschaft ist um 58 Mitglieder auf 284 angewachsen. Neue Projekte wie das Smart-Pacht Modell auf dem Dach der Kita Albertino in Jockgrim und die Beteiligung an einer Windkraftanlage in Minden prägten die Arbeit.

Nach wie vor arbeiten die Ehrenamtlichen der Genossenschaft intensiv daran, diese in der Region insbesondere bei den Kommunen und  Initiativen bekannt zu machen, Kontakte zu knüpfen und neue Projekte zu initiieren, so Schürmann.

Mehrfach wurde bei der Mitgliederversammlung auf die unkalkulierbare Energiepolitik des Bundes verwiesen. Die Genossenschaft will sich davon weitgehend unabhängig machen und neue Geschäftsfelder erschließen. Vorstand Udo Witte, der auch die Arbeitsgruppe Projekte leitet, stellte sie vor. Smart-Pacht-Modelle, ähnlich dem auf dem Dach der Kita Albertino in Jockgrim, sollen ausgebaut werden.

Smart-Wärme-Modelle, bei denen die Genossenschaft Wärmeanlagen baut und mit Wärmepumpen betreibt, seien für die Bürger Energie-Genossenschaft Südpfalz ein vielversprechendes Geschäftsmodell. Infoabende dazu gab es bereits. Auch Mieterstrom-Modelle, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur zählen zum Zukunftsportfolio der Genossenschaft.

Auch die Beteiligung an Windparks, wie zum Beispiel dem in Minden (Nordrhein-Westfalen), wo drei neue Windräder im Bau sind und ab 2027 gute Stromerträge liefern werden, sei zukunftsträchtig.

Petra Fischerkeller, Mitglied im Vorstand, stellte das Jahresergebnis 2025 vor. Man freue sich, die Prüfung durch den Genossenschaftsverband erfolgreich bestanden zu haben. Die Mitgliederversammlung stellte das Jahresergebnis 2025 einstimmig fest und entlaste den Vorstand und den Aufsichtsrat der Genossenschaft.

Nach wie vor gibt es in allen Arbeitsgruppen der Genossenschaft viel zu tun, wie Daniel Heinz (Öffentlichkeitsarbeit) und Christian Fischerkeller (Finanzen) betonten. Man freut sich über Interessierte, die in der Genossenschaft aktiv mitarbeiten wollen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Hubert Lachenmaier, lobte das enorme Arbeitspensum der Aktiven in der Genossenschaft. Man werde in allen Arbeitsbereichen der Genossenschaft professioneller und könne stolz auf das Geleistete sein.

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