
Das Publikum war sehr angetan vom neuen Buch „Wisper“ der Autorin Gunhild Wolf.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Landau. Die Freunde des Hauses zum Maulbeerbaum luden am Wochenende ins Atelier des Künstlers Xaver Mayer ein. Sie kämpfen seit 2011 mit vielen guten Ideen für den Erhalt des ältesten Landauer Hauses.
Vorgestellt wurde das neue Buch „Wisper, das kleine Gespenst im Haus zum Maulbeerbaum, Autorin Gunhild Wolf, Illustrationen Xaver Mayer.
Gunhild Wolf, Architektin und Denkmalpflegerin, die sich ehrenamtlich seit vielen Jahren für den Erhalt des ältesten Landauer Hauses einsetzt, lässt in diesem Buch Geschichte auf spannende Weise lebendig werden.
Sie erzählt von den Streichen und Begebenheiten, die das kleine Gespenst „Wisper“, das seit 700 Jahren im Turm des Hauses wohnt, im Laufe der Jahrhunderte angestellt und erlebt hat.
Das Buch soll unterhalten, aber es soll auch das Interesse von Kindern im Alter von ca. sechs bis acht Jahren an der realen Geschichte des Hauses wecken, die auch ein Teil der Stadtgeschichte Landaus ist.
Deshalb wandte sich Gunhild Wolf besonders an die anwesenden Kinder, die dem Vortrag der Autorin gespannt zuhörten. Aber auch die „Großen“, hatten ihren Spaß an der netten Wisper-Geschichte.
Natürlich wurden nur einige Passagen aus dem Buch vorgetragen, die Spannung soll schließlich erhalten bleiben. „Das Buch eignet sich als tolles Weihnachtsgeschenk- und das nicht nur für die Landauer“, fand eine anwesende Zuhörerin, die, wie andere auch, gleich einige Exemplare mitnahm.
Xaver Mayer, der bekannte Landauer Künstler, hat durch die Gestaltung des Titelbildes und der Illustrationen mit feiner Feder und Farbe sehr zum Gelingen des Buches beigetragen; die Geschichten in seiner unnachahmlichen Art „anschaulich“ gemacht.
Bürgermeister Dr. Ingenthron erklärte den anwesenden Kindern, dass viele Leute zusammen helfen, damit das älteste Haus Landaus erhalten werden könne. „Es ist schwierig, aber es gibt Licht am Horizont“, so Ingenthron, der auch Aufsichtsratsmitglied der Genossenschaft „Haus zum Maulbeerbaum“ ist. Sie wurde 2015 gegründet um das historische Kleinod – auch für eine teilweise öffentliche Nutzung – zu bewahren.
Im Anschluss an die Lesung gab es die Möglichkeit, das Unikat der ersten Cover-Version des Künstlers zu ersteigern.
Dr. Karlheinz Rothenberger („wir hoffen, dass das Haus zum Stadtjubiläum 2024 wieder eröffnet wird“), hatte die Versteigerung übernommen.
Das hübsche Aquarell „Wisper und seine Freunde“ auf dem Wisper, das Mäuslein, ein Mönch, Ritter Franz von Sickingen und eine Prinzessin zu sehen sind, wurde mit einem Einstiegsgebot von 350 Euro angesetzt.
Das Endgebot belief sich auf 650 Euro und wurde von Vereinsmitglied Otto Rocker abgegeben. Damit hat er ein Unikat erworben, welches es so nicht mehr geben wird.

Zum ersten, zum zweiten…Otto Rocker (links) ist Besitzer des Unikats, das von Dr. Rothenberger versteigert wurde.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Dr. Rothenberger war mit dem Verlauf der Versteigerung jedenfalls sehr zufrieden. Die Wände im Haus seien nun frei gelegt. Das Haus könnte vielleicht sogar einmal der Festsaal der Stadt Landau werden, so Rothenberger.
Übrigens: Der Erlös des Buches und der Versteigerung wird für den Erhalt des Hauses „Zum Maulbeerbaum“ verwendet werden.
Wisper, das kleine Gespenst
Autorin: Gunhild Wolf, Bilder Xaver Mayer
12,90 Euro,
Es ist zu beziehen über die Adresse des Vereines: Freunde des Hauses Zum Maulbeerbaum, G.Wolf, Glacisstrasse 22, 76829 Landau, Tel. 648436 oder 31311 und bei den Veranstaltungen am Haus. Weitere Bezugsquelle: Atelier Xaver Mayer, Eingang Ostring, gegenüber Cafe´Klimt und an seinem Stand während des Nikolausmarktes in Landau.
27. November 2016, 13 bis 17 Uhr
Am verkaufsoffenen Sonntag öffnet das Haus zum Maulbeerbaum zum letzten Mal im Jahr seine Türen für einen Flohmarkt!
(desa/red)

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