Donnerstag, 09. Dezember 2021

Bisher nur für Asylbewerber angemietet: Neustadter Hauptausschuss empfiehlt Kauf der Fachklinik

12. Dezember 2014 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Politik regional

Das Haardter Asylantenwohnheim soll jetzt von der Stadt erworben werden.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Neustadt. Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung vom 11. Dezember dem Neustadter Stadtrat den Erwerb der ehemaligen Orthopädischen Fachklinik Haardt empfohlen. Sie soll als Unterkunft für Asylbewerber dienen.

Bisher wohnen dort bereits 65 Personen, das Objekt ist angemietet. Ingesamt wäre Platz für 120 Asylbewerber, dazu müssten die bisher nicht genutzten Räume allerdings renoviert und entsprechend des Brandschutzes hergerichtet werden.

Diese zusätzlichen Investitionen lohnen sich nur, wenn das Gebäude im Besitz der Stadt ist. Derzeit liegt die Miete bei 300 Euro pro Person und Monat. Bei einer Vollbelegung wären 36.000 Euro fällig (300 mal 120). Derzeit, so Oberbürgermeister Hans Georg Löffler, gebe es keine vergleichbaren Alternativen. Man müsse vorhandene Möglichkeiten nutzen, damit die Menschen nicht in Turnhallen schlafen müssen. Weitere Standorte werden geprüft.

Derzeit besteht seitens der Firma Müllerbau ein Vorkaufsrecht für das Gebäude, das am 31. Dezember 2014 endet.

Die erforderlichen Mittel sind im Haushalt 2015 vorgesehen. Das Thema steht auch in der Stadtratssitzung am 18. Dezember auf der Tagesordnung.

Bauplatz „Auf dem Häusel“

Im Neubaugebiet „Auf dem Häusel“ in Diedesfeld kann ein weiterer Bauplatz verkauft werden. Der neue Eigentümer möchte eine Doppelhaushälfte errichten. Dies war das vorletzte Grundstück für diesen Gebäudetyp in diesem Neubaugebiet.

Überprüfungen von Bäumen

Der Auftrag zur Baumpflege sowie Baumfällungen im Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile für 2015 wurde an eine Firma in Erpolzheim vergeben. Die Arbeiten kosten knapp 54.000 Euro. Die Stadt ist für die Verkehrssicherheit von Straßen- und Parkbäumen verantwortlich und lässt daher regelmäßig Überprüfungen durchführen.

Container aufgestellt

Die Container zur Entsorgung von Gartenabfällen oder Bauschutt für die Jahre 2015 und 2016 werden von einem Unternehmen aus Heßheim aufgestellt. Das kostet etwa 109.900 Euro. Es handelt sich um Container für die zehn Friedhöfe, die Stadtgärtnerei sowie die Schulen.

Stadt-Reinigung

Um die Reinigung von Straßenabläufen, Rinnen und Sandfängern wird sich eine Firma aus Mannheim zum Preis von 72.000 Euro kümmern. Auch hier geht es um die Jahre 2015 und 2016. Die Reinigung erfolgt stadtweit einmal jährlich sowie nach Bedarf.

Die Verwertung und Entsorgung von 700 Tonnen Straßenkehricht pro Jahr wird von einer Firma aus Edenkoben übernommen. Für zwei Jahre kostet dies rund 77.600 Euro.
Holzfenster-Austausch

In der Kita Lachen-Speyerdorf, Pestalozzistraße 4b, sollen die restlichen alten Holzfenster ausgetauscht werden. Darum wird sich eine Firma aus Billigheim kümmern. Der Angebotspreis lag bei rund 65.000 Euro.

In der Kindertagesstätte Pestalozzistraße in Lachen-Speyerdorf sollen die alten Holzfenster ausgetauscht werden.
Foto: stadt-nw

Spielgeräte-Ersatz

Auf drei Spielplätzen im Stadtgebiet müssen alte Spielgeräte ersetzt werden, da sie nicht mehr verkehrssicher sind. Eine Reparatur wäre zu teuer. Geliefert und montiert werden sie von einem Unternehmen aus Worms, kosten wird dies knapp 29.000 Euro. Es handelt sich um die Spielplätze in der Otto-Dill-Straße, Am Holzplatz und in der Wolfsburgstraße.
Brandschutzmaßnahmen in Gymnasien

Den Auftrag für Architektenleistung zur Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen im Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium vergab das Gremium an ein Büro in Neustadt an der Weinstraße. Er hat einen Wert von rund 105.000 Euro. In dem Gebäude müssen neue Türelemente eingebaut werden, darüber hinaus sind Elektroinstallationen und Elektroleitungen in den Fluren einzuhausen und Öffnungen von Klassenräumen zu verschließen. Zudem müssen bestehende Wandhydranten umgebaut und abgehängte Decken in den Fluren erneuert werden.

Im Vorfeld dieser Arbeiten ist die Erstellung von Bestandsplänen in CAD (computer-aided Design oder rechnerunterstütztes Konstruieren) unumgänglich. Die derzeitigen Verzeichnisse sind nicht mehr aktuell und liegen auch nicht in CAD-Form vor. Das Anfertigen wird eine Firma aus Hochspeyer übernehmen, Kostenpunkt: knapp 10.000 Euro.

Auch im Käthe-Kollwitz-Gymnasium sind Brandschutzmaßnahmen nötig. So fehlt derzeit eine äußere Stahltreppe über alle Geschosse als zweiter Rettungsweg, zudem müssen Brandschutztüren, Rauchschutzvorhänge und Türelemente eingebaut werden. Darüber hinaus sollten Rauchabzugseinrichtungen und –melder installiert und die vorhandene Brandmeldeanlage umgerüstet werden. Auch hier sind die Wandhydranten umzubauen. Die nötigen Architektenleistungen liefert ein Büro aus Neustadt an der Weinstraße. Dafür werden etwa 36.000 Euro in Rechnung gestellt.

Vor dem Bau der Stahltreppe ist eine Tragwerksplanung erforderlich. Beauftragt wird damit ebenfalls ein Büro aus Neustadt zum Preis von 13.000 Euro. (stadt-nw)

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