Montag 14.September 2026

Besuch aus Indien: Zukunft der Projekte von Pater Franklin gesichert

19. August 2026 | Kategorie: Allgemein

V.li.: Generalvikar Fr. Steevan Dsouza aus Kalkutta, Sabine Müller von der Domschule Osnabrück, Marie-Luise Scherrer aus Hagenbach, Kerstin Köhler, Beisitzerin der Indienhilfe Pater Franklin aus Rülzheim, Hans-Erich Klein, Vorsitzender des Fröhlichen Kunterbunt aus Bad Bergzabern, Franz Xaver Scherrer, Beisitzer der Indienhilfe Pater Franklin aus Hagenbach, Pater Julius Ferrao aus Augsburg, Wolfgang Menesklou, Beisitzer der Indienhilfe Pater Franklin aus Rülzheim, Provincial Fr. Victor Rebello aus Kalkutta.
Foto: über Indienhilfe

Hagenbach – Wie geht es Pater Franklin? Und was wird aus den Hilfsprojekten, die der heute 86-Jährige vor rund 50 Jahren in Bhopal aufgebaut hat? Um diese Fragen ging es bei einem Treffen der Indienhilfe Pater Franklin e.V. mit Vertretern der Pilar Fathers aus Indien.

Pater Franklin hat sich nach längerer Krankheit inzwischen gut erholt. Er besucht wieder regelmäßig die Kinder in den Schulen und Hostels und feiert Gottesdienste. Besonders wichtig ist ihm, seinen Lebensabend in Bhopal verbringen zu können – bei den Menschen, für die er sich seit Jahrzehnten einsetzt.

Hilfsprojekte sollen weiterlaufen

Um die Zukunft seiner Arbeit ging es auch bei dem Treffen in Hagenbach. Hintergrund ist neben dem hohen Alter des Paters auch der Tod des langjährigen Vorsitzenden der Indienhilfe, Hubert Borger.

Aus Indien waren Fr. Steevan, stellvertretender Generaloberer der Pilar Fathers, Fr. Victor, Provinzial der Provinz Kalkutta und für die Arbeit in Bhopal zuständig, sowie Fr. Julius aus Augsburg angereist. Für die Indienhilfe nahmen F. X. Scherrer, Dr. Wolfgang Menesklou und Kerstin Köhler teil. Dazu kamen Hans-Erich Klein vom Verein „Fröhliches Kunterbunt e.V.“ und Sabine Müller, Schulleiterin der Domschule Osnabrück.

Die Pilar Fathers haben zugesagt, Pater Franklins Arbeit weiterzuführen. Father Agnel, Fr. Alexander und Fr. Isaac tragen bereits heute gemeinsam Verantwortung für die Schulen, Hostels und Kindergärten sowie für die Lepra- und Krankenstationen in Bhopal. „Wir werden die Arbeit mit derselben Überzeugung fortsetzen“, sagten Fr. Steevan und Fr. Victor.

Auch die Indienhilfe will ihre Unterstützung fortsetzen. Nach dem Tod von Hubert Borger soll in Kürze ein neuer Vorstand gewählt werden. Gleichzeitig sucht der Verein nach Möglichkeiten, angesichts rückläufiger Spenden neue Unterstützer zu gewinnen.

Der Name Pater Franklin soll auch künftig mit den Hilfsprojekten verbunden bleiben. Außerdem wollen Vertreter der Pilar Fathers wieder regelmäßig nach Deutschland kommen, um über die Entwicklung in Bhopal zu berichten und den Kontakt zu den Unterstützern zu halten.

Spenden für konkrete Projekte

Bei dem Treffen ging es auch um die Verwendung der Spendengelder. Die Indienhilfe arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Die Spenden fließen nach Angaben des Vereins vollständig in die Projekte in Indien, während die geringen Verwaltungskosten über die Mitgliedsbeiträge finanziert werden.

Künftig sollen konkrete Projektvorschläge aus Bhopal dabei helfen, die Unterstützung gezielter einzusetzen. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen den Pilar Fathers und der Indienhilfe auch nach Pater Franklin weitergehen.

Die Partnerschaft besteht seit fast 50 Jahren. In dieser Zeit hat die Indienhilfe die Arbeit des Paters von Deutschland aus unterstützt. Zu den Mitgliedern gehören Initiativen und Einrichtungen aus der Region Hagenbach und Rülzheim, der Verein „Fröhliches Kunterbunt e.V.“ und die Domschule Osnabrück.

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