Besuch aus Indien in der Südpfalz – Indienhilfe Pater Franklin feiert 2024 50-jähriges Bestehen

4. Dezember 2023 | Kategorie: Kreis Germersheim

Norbert Rönn („Aktion Silbermöwe“), Pater Kishore, Weihbischof Georgens, Pater Attley, Claudia und Hubert Borger (Indienhilfe) und Evelyn Bendel (Mitarbeiterin des Weihbischofs).
Bildquelle: Bistum Speyer

Rülzheim/Hagenbach – In der Südpfalz sind die beiden Ordensmänner Attley Gomes (50) und Kishore Surin (46) aus Indien zu Gast gewesen.

Der beiden besuchten die Indienhilfe Südpfalz e.V. und weitere Pfälzer Unterstützer der Hilfsprojekte von Pater Franklin Rodriguez. Wie der bekannte Ordensmann gehören die Gäste den „Pilar Fathers“ an.

Die katholische Ordensgemeinschaft zeichnet in Indien für zahlreiche Gesundheits-, Bildungs- und Armenfürsorge-Einrichtungen verantwortlich. Dazu zählen Schulen und Berufsschulen, Waisenhäuser, Stationen für Lepra-Erkrankte und Gesundheitszentren – aber auch die Armenspeisung in der Millionenmetropole Kalkutta oder eine Siedlung für kleinbäuerliche Familien, die aus Slumvierteln stammen.

Pater Attley und Pater Kishore berichteten bei einem Treffen mit dem Speyerer Weihbischof Otto Georgens, der im Bistum Speyer für weltkirchliche Aufgaben zuständig ist, und dem Indienhilfe-Vorsitzenden Hubert Borger von den Herausforderungen der Arbeit vor Ort. Sie überbrachten außerdem herzliche Grüße von Franklin Rodriguez.

Weihbischof Otto Georgens (Mitte) mit Pater Attley (links) und Pater Kishore (hinten) mit dem Indienhilfe-Vorsitzenden Hubert Borger (rechts).
Quelle: Bistum Speyer

Dem 83-jährigen Ordensmann gehe trotz altersbedingter Einschränkungen gut. „Er ist weiterhin sehr aktiv in den Hilfsprojekten, das lässt er sich nicht nehmen“, so Pater Attley. Pater Franklin pflegt vor allem per E-Mail regelmäßigen Kontakt zu Freunden und Förderern in Deutschland.

Den Besuch in der Pfalz – und weiteren Unterstützern im Saarland und in Norddeutschland – verbanden seine Ordenskollegen mit dem Dank unter anderem für die Initiative des Hagenbacher Hungermarschs, dessen Einnahmen komplett nach Indien fließen. Der nächste Hungermarsch ist für den 10. März 2024 geplant. Den Marsch gibt es seit 1982, bis auf die drei Corona-Jahre 2020 bis 2022 fand dieser Solidaritätslauf als jährliche Großveranstaltung statt.

Zur Unterstützung von Pater Franklins Arbeit gibt es in Bad Bergzabern außerdem das Fest „Fröhliches Kunterbunt“, in Landau die Theater-Initiative „Kleine Bühne Landau“ und weitere karitative Initiativen wie etwa das „Lädchen Herxheim“.

Weihbischof Georgens unterstrich bei dem Treffen die Bereitschaft des Bistums Speyer, „auch künftig die Indienhilfe Pater Franklin zu unterstützen“. Seitens der „Aktion Silbermöwe“, einer Leseraktion der Speyerer Kirchenzeitung „der pilger“ werden jetzt 1.000 Euro für Indien bereitgestellt.

Vereinsvorsitzender Hubert Borger konnte bei dem Treffen ein Jubiläum des Vereins Indienhilfe Südpfalz mit Sitz in Rülzheim ankündigen: 2024 sollen 50 Jahre gefeiert werden. Ausgangspunkt des Vereins war die Idee einer jungen Bergzaberin, die 1973 hungernden Kindern eine Zukunft geben wollte.

Was dann mit 20 Patenschaften für Adivasi-Kinder begann, weitete sich zu einem großen Netzwerk von Hilfen und Projekten aus, die in der Regel befristet unterstützt werden. „Wir können dabei sicher sein, dass alle Spenden dem vorbestimmten Zweck zugutekommen“, haben sich Borger und seine Frau Claudia bei zwei privaten Reisen nach Indien selbst überzeugt.

Bewusst wird Hilfe geleistet, die die Selbsthilfe und Eigenständigkeit vor Ort fördert. Meist geht es darum, katastrophale Lebensbedingungen zu verbessern, so etwa auch in Bhopal nach der Chemiekatastrophe von 1984.

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