Montag, 09. Dezember 2019

Berlin: Lkw rast in Weihnachtsmarkt – Newsblog

20. Dezember 2016 | 1 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik
Foto: dts Nachrichtenagentur

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – In der Hauptstadt ist am Montagabend ein schwerer Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gerast.

Zwölf Menschen starben, mindestens 48 wurden verletzt. Innenminister Thomas de Maizière äußerte sich in der ARD: Vieles spreche für einen Anschlag. Am Dienstagmorgen teilte die Polizei Berlin mit, dass die Ermittler davon ausgehen, dass der Lastwagen absichtlich in Richtung der Menschen gelenkt wurde. Der mutmaßliche Täter stammt offenbar aus Pakistan und reiste vor knapp einem Jahr nach Deutschland ein.

Newsblog:

21. Dezember, 11 Uhr: Polizei fahndet bundesweit nach Verdächtigem

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt vom Montagabend fahndet die Polizei offenbar bundesweit nach einem Verdächtigen.

Die Ermittler hätten in dem Terror-Lkw ein Ausweisdokument gefunden, berichtet „Spiegel-Online“. Demnach handele es sich bei dem Verdächtigen um einen tunesischen Staatsbürger. Die Ermittler haben laut „Spiegel“ beim Generalbundesanwalt eine Öffentlichkeitsfahndung beantragt.

Bei dem Ausweisdokument handele es sich offenbar um eine Duldungsbescheinigung.

22 Uhr: Bevölkerung gibt über 500 Hinweise nach Berliner Terroranschlag 

Nach dem Berliner Terroranschlag hat die Polizei innerhalb von 24 Stunden hunderte Hinweise aus der Bevölkerung bekommen.

Allein am extra geschalteten Hinweistelefon seien bis Dienstagabend 508 Hinweise zum Breitscheidplatz eingegangen, teilte die Polizei mit.

Das Telefon ist unter der Rufnummer 030-54024111 geschaltet. Im Internet bitten die Ermittler zudem darum, Fotos und Videos vom Geschehen hochzuladen, anstatt sie in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Auch hier seien schon viele Dateien eingegangen, die sehr hilfreich seien, so die Polizei.

21.45 Uhr: Berliner Tatort bleibt weiter abgesperrt 

Der Berliner Breitscheidplatz bleibt vorerst weiter abgesperrt. Das teilte die Polizei am Dienstagabend mit und bat die Bevölkerung um Verständnis.

Das LKA werde auch noch am Mittwoch weitere Ermittlungen vor Ort durchführen, hieß es. Unterdessen wird weiterhin nach dem Attentäter und möglichen Komplizen gesucht.

Ob die Polizei überhaupt eine heiße Spur hat, ist bislang nicht bekannt.

20.30 Uhr: „Islamischer Staat“ reklamiert Berliner Terroranschlag für sich 

Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat den Berliner Anschlag für sich reklamiert. Über den eigenen Propaganda-Dienst „Amaq“ wurde am Dienstag eine entsprechende Meldung verbreitet.

US-Medien hatten bereits am Montagabend berichtet, dass der IS sich für den Terroranschlag verantwortlich erklärt hätte. Die Quellenlage ist bei solchen Meldungen allerdings oft zweifelhaft. Auch „Amaq“ hat in der Vergangenheit schon Anschläge in der Türkei für den IS reklamiert, die andere Organisationen aber ebenfalls begangen haben wollen.

Dennoch halten Terrorexperten eine Verbindung zum „Islamischen Staat“ in diesem Fall für möglich, da er bekannten Mustern entspricht. Auch hatte eine IS-Publikation in der Vergangenheit schon Tipps veröffentlicht, wie mit Lkws Anschläge durchgeführt werden können.

20.25 Uhr: Innenminister: Nach Berliner Anschlag 14 Menschen in Lebensgefahr 

Nach dem Berliner Terroranschlag sind 14 Menschen weiterhin in Lebensgefahr. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Dienstagabend.

Die Berliner Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass 24 Verletzte vom Breitscheidplatz die Krankenhäuser bereits verlassen konnten. Demnach sind etwa zehn Menschen weiterhin mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus, vier davon mit nicht lebensgefährlichen, aber schweren Verletzungen.

Zuvor war von 48 Verletzen die Rede, wovon 18 schwer verletzt seien. Elf Menschen wurden durch die Fahrt des Lkw auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz unmittelbar getötet, außerdem wurde in der Fahrerkabine ein polnischer Lkw-Fahrer tot gefunden, der den Terroranschlag aber nicht verübt haben soll.

19.45 Uhr: Merkel telefoniert nach Terroranschlag mit anderen Regierungschefs

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni, dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, der polnischen Premierministerin Beata Szydlo, dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven und dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy telefoniert.

Die Staats- und Regierungschefs hätten der Bundeskanzlerin ihr tief empfundenes Beileid ausgedrückt, so Regierungssprecher Seibert. „Sie baten die Bundeskanzlerin, den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl zu übermitteln und wünschten den Verletzten rasche Genesung.“

Darüber hinaus versicherten die Staats- und Regierungschefs der Bundeskanzlerin ihre Unterstützung zur Aufklärung der Hintergründe der Tat und betonten die Notwendigkeit der europäischen Solidarität im Kampf gegen den Terrorismus. Auch aus diesem Grund wehen vielerorts die Fahnen auf Halbmast, unter anderem auch vor der EU-Kommission in Brüssel.

19.30 Uhr: Tatverdächtiger nach Berliner Terroranschlag freigelassen

Der wegen des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend vorläufig festgenommene Beschuldigte ist am Dienstagabend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Abend mit.

Die bisherigen Ermittlungsergebnisse hätten keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten ergeben. Der Mann habe in einer polizeilichen Vernehmung umfangreiche Angaben gemacht, eine Tatbeteiligung jedoch bestritten.

„Eine lückenlose Verfolgung des Lkw-Fahrers nach dem durchgeführten Anschlag ist durch Augenzeugen nicht erfolgt“, so die Bundesanwaltschaft.

„Die durchgeführten kriminaltechnischen Untersuchungen konnten eine Anwesenheit des Beschuldigten während des Tatgeschehens im Führerhaus des LKW bislang nicht belegen“, hieß es weiter.

17 Uhr: 24 Verletzte aus Krankenhaus entlassen

Nach dem Berliner Terroranschlag ist genau die Hälfte der Verletzten wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. „24 Verletzte vom Breitscheidplatz konnten die Krankenhäuser bereits verlassen und sind wieder bei ihren Angehörigen“, teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit.

Nach letzten Angaben gab es insgesamt 48 Verletzte, darunter 18 Schwerverletzte. Elf Menschen wurden durch die Fahrt des Lkw auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz unmittelbar getötet, außerdem wurde in der Fahrerkabine ein polnischer Lkw-Fahrer tot gefunden, der den Terroranschlag aber nicht verübt haben soll.

15.10 Uhr: Merkel besucht Anschlagsort

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Dienstagnachmittag den Ort des Terroranschlags besucht. Sie legte Blumen am Breitscheidplatz ab. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) waren vor Ort. Gemeinsam gedachten sie den Opfern in einer Schweigeminute. Im Anschluss an einen Besuch des Tatorts wird sie sich in der Gedächtniskirche in das Kondolenzbuch eintragen.

14.55 Uhr: Generalbundesanwalt: Anzahl der Täter in Berlin noch unklar

Laut dem Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, Peter Frank, kann man noch nicht abschließend sagen, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Man müsse sich mit „dem Gedanken vertraut machen“, dass der festgenommene pakistanische Verdächtige womöglich nicht der Täter sei, sagte Frank am Dienstag in Berlin.

Man gehe von einem terroristischen Hintergrund der Tat aus, auch weil sie sehr an den Terroranschlag in Nizza erinnert, bei dem ebenfalls ein Lkw in eine Menschenmenge gerast war. Außerdem hätte die Wahl eines Weihnachtsmarkts als Anschlagsziel eine symbolische Wirkung. Es gebe aber bisher noch kein Bekennervideo. „Deswegen können wir keine endgültigen Aussagen tätigen“, so Frank.

13.53 Uhr: Hat die Polizei den Falschen?

In der Berliner Polizeiführung geht man offenbar davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen Pakistaner nicht um den Terroristen handelt, der den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz begangen hat. Das berichten mittlerweile mehrere in- und ausländische Medien, beispielsweise die „Welt„, mit Verweis auf ranghohen Sicherheitskreise.

Demnach seien Angaben des festgenommenen Mannes überprüft und als korrekt erachtet worden. „Wir haben den falschen Mann“, soll ein ranghoher Polizeiführer gesagt haben. „Und damit eine neue Lage. Denn der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten.“ Die Bereitschaftspolizei der Hauptstadt und die Spezialkräfte seien informiert worden.

13.35 Uhr: Berlins Innensenator will Polizeipräsenz sichtbar erhöhen

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) will die Polizeipräsenz in der Hauptstadt deutlich erhöhen. Das teilte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin mit. Man habe ein entsprechendes Angebot von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) zur Unterstützung angenommen. Außerdem werde das Sicherheitskonzept zur Silvesterfeier deutlich überarbeitet. Die Berliner sollten sich „aber den Mut nicht nehmen lassen“, so Geißel weiter.

Der Berliner Polizeipräsident verwies auf den Generalbundesanwalt, der die Ermittlungen übernommen hat. Zu dem festgenommenen pakistanischen tatverdächtigen sagte er, dass es „erhebliche Zweifel“ an seiner Täterschaft gebe. Zuvor hatte unter anderem die „Welt“ berichtet, dass die Berliner Polizeiführung davon ausgeht, dass es sich bei dem festgenommenen Pakistaner nicht um den Terroristen handelt, der den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz begangen hat.

12.42 Uhr: De Maiziere: Tatverdächtiger von Berlin streitet Tat ab

Laut Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) streitet der nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Tatverdächtige eine Beteiligung an dem Anschlag ab. Es gebe außerdem „keinen Zweifel“ mehr daran, dass es sich tatsächlich um einen Anschlag handele, sagte de Maiziere am Dienstagmittag in Berlin. Der Tatverdächtige stammt laut De Maiziere vermutlich aus Pakistan und ist als Flüchtling registriert, wobei das Asylverfahren noch nicht abschließend entschieden sei.

11.40 Uhr: Merkel: „Es wäre besonders widerwärtig“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass es sich bei dem Anschlag, bei dem am Montagabend auf dem Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche am Breitscheidplatz ein Lkw in eine Menschenmenge gerast war, um einen terroristischen Akt handelt. Es wäre „besonders widerwärtig“, wenn sich tatsächlich herausstelle, dass der Täter als Flüchtling nach Deutschland gekommen sei, sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

Sie sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus: „Zwölf Menschen, die gestern noch unter uns waren, die Pläne zu Weihnachten hatten, sind nicht mehr unter uns.“ Gleichzeitig dankte sie den Rettungs- und Sicherheitskräften für ihre Arbeit. Sie habe auch „großes Vertrauen“ in die Ermittler. Noch am Dienstag soll das Sicherheitskabinett tagen. Bei dem Anschlag starben zwölf Menschen, 48 weitere wurden verletzt.

10.42 Uhr: Innenminister wollen Weihnachtsmärkte weiter stattfinden lassen

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen nach dem Terroranschlag vom Montagabend in Berlin, Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen weiterhin stattfinden lassen. Das teilte das Bundesinnenministerium nach einer Telefonschaltkonferenz der Innenminister von Bund und Ländern am Dienstag in Berlin mit.

Vor Ort solle über lageangepasste und angemessene Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit entschieden werden. „Egal was wir im weiteren Verlauf noch über die genauen Hintergründe und Motive der Täter erfahren, wir dürfen und wir werden uns unser freiheitliches Leben nicht nehmen lassen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Die Betreiber der Berliner Weihnachtsmärkte wurden aber gebeten, am Dienstag eine Öffnung der Märkte zu verzichten.

10.30 Uhr: Polnischer Beifahrer erschossen?

Der polnische Beifahrer des Terror-Lkw, der am Montagabend auf dem Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in eine Menschenmenge gerast war, ist offenbar erschossen worden.

Das berichtet das ARD-„Hauptstadtbüro“ mit Verweis auf Sicherheitskreise. Auch Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter äußerte sich dementsprechend: Es handele sich bei dem polnischen Kraftfahrer vermutlich eher um ein Opfer als um einen Täter. (Stand 10.30 Uhr)

10 Uhr: Berliner Terror-Lkw zur Spurensicherung abgeholt – Pressekonferenz um 13 Uhr

Der Lkw, mit dem ein Terrorverdächtiger am Montagabend auf dem Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in eine Menschenmenge gerast war, ist zur Spurensicherung abgeholt worden.

Der Abtransport hat, vermutlich aufgrund der schweren Ladung, mehrere Stunden gedauert, konnte aber mithilfe eines Ersatzführerhaus dann aber doch vollzogen werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ordnete für Dienstag eine bundesweite Trauerbeflaggung der obersten Bundesbehörden und ihrer Geschäftsbereiche sowie der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen, an.

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Ein Kommentar auf "Berlin: Lkw rast in Weihnachtsmarkt – Newsblog"

  1. Danny G. sagt:

    „Allein am extra geschalteten Hinweistelefon seien bis Dienstagabend 508 Hinweise zum Breitscheidplatz eingegangen, teilte die Polizei mit.“

    tuuut… tuuut.. Hallo hier ist Claudia Rot… ääh Roschke .. ich habe gesehen wie der Täter aus dem LKW sprang und mit sächsischem Dialekt irgendetwas von NSU und Freiheit für Tschäpe gestammelt hat.
    Mit dem Islam oder Flüchtlingen hat es wohl nix zu tun.

    tuut.. tuuuuut.. Guten Tag hier ist Cem Özd.. ääh Özkara..ich habe gesehen wie die Täter aus dem LKW gesprungen sind und eindeutig russisch gesprochen haben. Das Wort Putin ist mehrfach gefallen.

    tuuut.. tuuut. Hallo hier ist Stegner.. Ral.. ääh Willi Stegner.. ich habe gesehen, dass der Fahrer eine AfD Anstecknadel trug und in ein Telefon irgend etwas von Frauke und Pegida.. oder so gesprochen hat..

    tuuut tuuut… Guden tach.. hier ist Angela Mää.. ähh Meier .. ganz ehrlich.. ich war zwar auf dem Weihnachtsmarkt, aber habe gar keinen LKW gesehen…

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