
Thomas Strobl (CDU).
Foto: dts Nachrichtenagentur
Stuttgart – Nach parteiinterner Kritik hat laut eines Zeitungsberichts der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, Thomas Strobl, seinen Auftritt bei der Jahrestagung der Werteunion abgesagt.
Strobl werde nicht an dem Treffen am Samstag im baden-württembergischen Filderstadt bei Stuttgart teilnehmen, berichten die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ unter Berufung auf informierte Kreise. Die Werteunion hätte ein Impulsreferat und eine offene Aussprache mit dem baden-württembergischen Innenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten angekündigt.
Intern sei dies in der CDU auf Kritik gestoßen, berichten die Zeitungen weiter. Die Werteunion, die mit rund 2.000 Mitgliedern eine sehr kleine Gruppierung innerhalb der CDU ist, hat sich mit Rücktrittsforderungen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Protest vor allem gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin profiliert.
Zuletzt hatte sie eine Urwahl des Kanzlerkandida ten der Union gefordert, die allerdings in den CDU-Statuten nicht vorgesehen ist. Im Wettbewerb um den CDU-Vorsitz im vergangenen Jahr hatte die Werteunion den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) unterstützt.
Auch Strobl gehörte ins Unterstützer-Lager von Merz. Als Redner stehe bei der Werteunion nun noch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, auf der Tagesordnung, berichten die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. (dts Nachrichtenagentur)

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