Donnerstag, 17. Oktober 2019

Bericht: AKK enttäuscht von Merkels Einsatz im CDU-Wahlkampf

14. April 2019 | 4 Kommentare | Kategorie: Politik
Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist laut eines Zeitungsberichts enttäuscht über das mangelnde Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im CDU-Wahlkampf. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Demnach habe sich Kramp-Karrenbauer hinter den Kulissen irritiert über die Kanzlerin gezeigt. Kramp-Karrenbauer wollte ursprünglich mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit der CSU in den Europawahlkampf starten, um eine neue Einheit der Unionsparteien zu demonstrieren. Sie habe sich gewünscht, dass auch Merkel an dieser Kundgebung am 27. April mitwirkt. Intern habe Kramp-Karrenbauer bereits eine Teilnahme der Kanzlerin kommuniziert, berichtet die Zeitung weiter unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Doch habe ihr Merkel überraschend einen Korb gegeben. Dabei seien die Planungen für die Auftaktkundgebungen schon auf einen Auftritt der Kanzler in ausgerichtet gewesen. Führende Mitarbeiter von Kramp-Karrenbauer, darunter auch der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, seien bereits von einer Zusage der Kanzlerin ausgegangen, hieß es. Sie hätten geplant, dass Merkel bei der gemeinsamen Wahlkampferöffnung der Unionsparteien genauso auftreten werde wie bei der gemeinsamen Abschlusskundgebung am 26. Mai in München. Im Kanzleramt habe es zwischenzeitlich hingegen geheißen, dass Merkel überhaupt keinen Wahlkampf mehr machen wolle.

Die Teilnahme an der Abschlusskundgebung in München werde damit begründet, dass mehrere ausländische Staats- und Regierungschefs aus der EVP dazu anreisen, der konservativen Parteienfamilie, der auch CDU und CSU angehören, hieß es in CDU-Kreisen. Damit handele es sich nicht um eine CSU-, sondern um eine EVP-Veranstaltung. Für die CDU werde die Kanzlerin hingegen keinen Wahlkampf mehr machen. Weder seien Auftritte in Bremen geplant, wo parallel zur Europawahl am 26. Mai gewählt wird, noch in Sachsen, Thüringen oder Brandenburg, wo im Herbst gewählt wird.

Auch an einem CDU-Landesparteitag in Nordrhein-Westfalen werde Merkel nicht teilnehmen, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Teilnehmer im Präsidium. Eine Einladung zum „Wirtschaftstag“ des CDU-Wirtschaftsrates im Juni, die Merkel bereits vor Monaten angenommen hatte, habe sie demnach nachträglich abgesagt. Kramp-Karrenbauer sei über die demonstrative Distanz der Kanzlerin nicht glücklich. Denn die CDU-Vorsitzende möchte zwar traditionell christdemokratische Milieus wiedergewinnen, die Merkel zuletzt nicht mehr erreichte, aber dafür nicht die liberale Mitte preisgeben. Das Fernbleiben der Kanzlerin könne dem Eindruck eines „Rechtsrucks“ der CDU Vorschub leisten, den Merkel nicht billige, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf CDU-Kreise. (dts Nachrichtenagentur)

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4 Kommentare auf "Bericht: AKK enttäuscht von Merkels Einsatz im CDU-Wahlkampf"

  1. Helga sagt:

    Welchen Grund sollte Frau Merkel haben sich im Wahlkampf zu engagieren? Noch dazu zusammen mit der CSU? Im letzten Jahr wurde sie aus den eigenen Reihen mehr angegriffen als unterstützt. Sie hat den Parteivorsitz abgegeben und verkündet, dass sie auch nicht mehr als Kanzlerin zur Verfügung steht.
    Ihr Verhalten ist nur die Konsequenz dieser Entscheidung. Und sie ist nicht die Frau, die im Wahlkampf etwas verspricht, das sie nicht halten kann, weil sie später keinen Einfluss mehr darauf hat
    Vielleicht sind die Wahlkampfthemen auch nicht ihre Themen? Wer weiß?
    Jedenfall ist das jetzt die Aufgabe von Frau Kramp-Karrenbauer.

  2. Familienvater sagt:

    Tja, ihr devoten Klatschhasen in der CDU/CSU, eure Königin bereitet sich offensichtlich auf den Abflug ins sichere Exil vor, nachdem sie mit eurer Hilfe für DE und EU den größtmöglichen Schaden angerichtet hat. Nun könnt ihr euch wie die Lemminge von der Klippe stürzen, da die Bürger, die dafür bezahlen müssen, euch nicht aus der Haftung für dieses Desaster entlassen werden.
    Eure sicheren Posten und Pfründe werdet ihr, wie eure italiensiche Schwesterpartei die DC (von 48% auf unter 2%!), für alle Zeit verlieren.

    • eliza doolittle sagt:

      ob madame schmollt ?
      ntv – Politik
      Samstag, 16. Februar 2019
      „Kein Mehrwert“ für den Osten – Ost-CDU will Merkel nicht beim Wahlkampf dabeihaben

      man schaue sich im gegenzug die videos von italiens starkem mann, matteo salvini, an:
      MATTEO SALVINI in diretta da COMO (01.04.2019):
      MATTEO SALVINI SOMMERSO DALLA FOLLA AL VINITALY (VERONA, 07.04.2019)
      MATTEO SALVINI in diretta Facebook da FIRENZE (01.04.2019)
      —————

      ihrem kommentar ist weiter nichts hinzuzufügen.

  3. motzky sagt:

    Will AKK am Händchen geführt werden, braucht sie einen Blindenhund oder eine Sprechpuppe?
    Sehr schwach von AKK, so eine will Kanzler werden.
    Wenn AKK sich als schnellen Neuwagen präsentieren will würde ich an ihrer Stelle nicht mit einem ausgedienten Schrottauto Probefahrten anbieten.

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