Samstag, 13. Juli 2024

Aufsichtsbehörde ADD in Neustadt bald mit neuer Adresse: Umzug in das ehemalige Verwaltungsgebäude der Hornbach-Gruppe läuft

In der Folge kann die SGD Süd alle Bereiche an ihrem Hauptsitz bündeln

9. August 2021 | Kategorie: Allgemein, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Bald die neue Adresse der Aufsichtsbehörde ADD in Neustadt: Le Quartier-Hornbach 19.
Foto: VIEW

Neustadt. Der Umzug der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Neustadt a.d.W. in das frühere Verwaltungsgebäude der Hornbach-Gruppe ist in vollem Gange.

Voraussichtlich ab Mitte August lautet ihre Anschrift Le Quartier-Hornbach 19. Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) hat das Gebäude von der Hornbach-Gruppe langfristig angemietet.

Der Auszug der ADD aus dem Gebäudekomplex der Struktur- und Genehmigungsdirektion SGD Süd ermöglicht künftig die Zusammenlegung aller SGD-Bereiche am Standort Neustadt.

In der früheren Hornbach-Verwaltung stehen für die Bereiche Schulaufsicht und Agraraufsicht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Neustadt mit ihren rund 120 Mitarbeitern rund 3.600 Quadratmeter Büroflächen zur Verfügung. Die Hornbach Immobilien AG hat die Flächen in den vergangenen Monaten renoviert.

„Die Aufgabenstellung war, das Gebäude an den gegenüber der vorigen Nutzung geänderten Bedürfnissen und Arbeitsprozessen des neuen Nutzers ADD auszurichten. Zu diesem Zweck wurden die Bürogrundrisse massiv verändert, hochwertige Einzelbüros mit dem neuesten Stand der Technik geschaffen und neue Teppiche verlegt.

Sehr großen Wert haben wir auf die Barrierefreiheit wie etwa beim Gebäudezugang oder der Nutzung von Fahrstühlen sowie Sanitäreinrichtungen gelegt. Wir sind froh, dass wir dem neuen Mieter nun attraktive und hochmoderne Büroflächen zur Verfügung stellen können“, sagte Manfred Kummer, Mitglied des Vorstands der Hornbach Immobilien AG.

Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), sagte: „Mit dem neuen Dienstsitz im Hornbachgebäude erhält die ADD in Neustadt adäquate und moderne Büroflächen.

Die Zusammenführung der unterschiedlichen Bereiche der ADD an einem Dienstsitz optimiert viele organisatorische Abläufe und schafft Synergien.

Dem Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Professor Dr. Hannes Kopf, möchte ich dafür danken, dass die ADD-Mitarbeiter im Gebäude der SGD Süd mehr als 20 Jahre eine berufliche Heimat fanden. Ebenso gilt mein Dank den Vertretern der Hornbach AG sowie dem Landesbetrieb LBB, die uns den Umzug ermöglichten.“

Neue Perspektiven eröffnen sich auch für die SGD Süd an ihrem Hauptsitz in der Friedrich-Ebert-Straße 14. Nach dem Auszug der ADD aus dem 1. Obergeschoss im Nordflügel des Verwaltungskomplexes kann die LBB-Niederlassung Landau bereits begonnene allgemeine Instandhaltungsarbeiten in diesem Bereich beschleunigen und abschließen.

Unter anderem wird der Parkettboden abgeschliffen, neu verfugt und anschließend versiegelt. Die Büros werden renoviert. Eingebaut wird eine elektroakustische Brandalarmierungsanlage, die im Notfall die Belegschaft mit einem Warnton alarmiert. In den Archivräumen im Kellergeschoss wird die Bodenplatte ertüchtigt, so dass dort ein Rollregalsystem für Archivalien der SGD Süd eingebaut werden kann.

Voraussichtlich im nächsten Jahr können die SGD-Regionalstellen Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht einziehen. Damit sind alle Neustadter Dienststellen der SGD Süd mit ihren rund 320 Beschäftigten in dem repräsentativen vierflügeligen Verwaltungskomplex vereint, der 1954/55 für die damalige pfälzische Bezirksregierung erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht.

„Ich freue mich, dass unser Standort-Konzept Gestalt annimmt. Die SGD Süd wurde Anfang 2000 aus Landesbehörden gebildet, seitdem waren unsere Mitarbeiter in mehreren Liegenschaften unterbracht. Nun kommen sie alle unter einem Dach unter, das gewährleistet kurze Wege und effektive Strukturen“, so SGD Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf.

Damit setzt der Landesbetrieb LBB sein Standortkonzept für eine bessere Unterbringung der beiden oberen Landesbehörden in Neustadt um. Waren die rund 450 Mitarbeiter von ADD und SGD Süd bislang auf fünf Liegenschaften im Stadtgebiet verteilt, werden es künftig nur noch drei sein.

Entbehrlich werden die bisherigen Standorte Karl-Helfferich-Straße 2 und 22 sowie Friedrich-Ebert-Straße 2. Unverändert bleibt das Verwaltungsgebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 15, ein denkmalgeschützter Walmdachbau aus den 1930er-Jahren.

Hier werden weiterhin rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ADD-Bereiche Berufsbildung, Kommunale Entwicklung, Sport und Denkmalpflege untergebracht sein.

„Wir wünschen der ADD in Neustadt alles Gute und ein rasches Einleben in den neuen Räumen im Quartier Hornbach“, sagt Dr. Petra Wriedt, stellvertretende Geschäftsführerin des Landesbetriebs LBB.

Der im Dezember 2020 geschlossene Vertrag zwischen der Hornbach Immobilien AG und dem Landesbetrieb LBB zur Anmietung des Gebäudes läuft 20 Jahre mit Verlängerungsoption.

Dr. Wriedt weiter: „Die Möglichkeit zur Anmietung des Hornbach-Gebäudes war der Schlüssel zu einer umfassenden Lösung für ADD und SGD Süd. Sie beweist: Es muss nicht immer ein Neubau sein, wenn es um die zeitgemäße und wirtschaftliche Unterbringung für die Dienststellen des Landes geht.

Unsere Wirtschaftlichkeitsberechnung hatte ergeben, dass durch den Wegfall von Miet- und Sanierungskosten für die künftig nicht mehr benötigten Gebäude die Landeskasse über die Mietlaufzeit um 2,7 Mio. Euro entlastet wird.“

Für die beiden freiwerdenden im Landeseigentum stehenden Gebäude Karl-Helfferich-Straße 22 und Friedrich-Ebert-Straße 2 greift im Anschluss das geregelte Verfahren für Landesimmobilien. Der Landesbetrieb LBB prüft zunächst, ob andere Dienststellen der Landesverwaltung einen Bedarf daran haben. Ist dies nicht der Fall, veräußert der Landesbetrieb LBB die Liegenschaften.

Zusatzinfo: Landesbetrieb LBB

Die Bau- und Immobilienexperten für das Land Rheinland-Pfalz: Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) managt und optimiert nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten ein Immobilienportfolio mit rund 1.600 Gebäuden im Anlagewert von 2,22 Mrd. Euro, das den größten Teil der Landesliegenschaften umfasst.

Rund 1.350 Mitarbeiter realisieren Bau- und Sanierungsvorhaben für das Land, den Bund, die NATO, die hierzulande stationierten Gaststreitkräfte sowie von Dritten.

 

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