Mittwoch, 23. Juni 2021

30 Jahre „Haus der Jugend“ in Landau: Kleine Feier in familiärer Atmosphäre

14. Dezember 2013 | Kategorie: Allgemein, Landau

Bürgermeister Hirsch (l.), Arno Schönhöfer (r.) und Claus Eisenstein (hinten rechts): Ihre Kooperation für die Jugendarbeit funktioniert bestens.
Fotos: Ahme

Landau. Eine kleine familiäre Feier sollte es sein: Das Haus der Jugend in der Waffenstraße feierte zunächst einmal im kleinen Rahmen seinen 30. Geburtstag. „Wenn die Sanierung im nächsten Jahr abgeschlossen sein wird, gibt es noch eine offizielle Feier“, verkündete Bürgermeister und Sozialdezernent Thomas Hirsch.

Etliche „Täter zieht es heute an den Tatort zurück“ hatte Hirsch zuvor schmunzelnd erklärt. Tatsächlich ist das Haus der Jugend für viele Jugendliche eine Art Ersatz-Familie geworden und diese Verbundenheit überdauert denn auch die Jahre.

Vieles  hat sich getan in den letzten 30 Jahren, was auch bildmäßig bei der kleinen Feier dokumentiert wurde.

In die Sanierung des Hauses wurde in den letzten fünf Jahren 1 Million investiert. Nun gibt es unter anderem einen großen, schönen Multifunktions-Saal, eine Disco und anderes mehr, was die Jugendarbeit ungleich einfach macht, als vor 30 Jahren.

Damals habe es viele Diskussionen gegeben, erinnert Hirsch die Anwesenden. Ein Haus der Jugend sei beileibe keine Selbstverständlichkeit gewesen seinerzeit. „Heute gehört es zum Standardangebot“, so Hirsch. In Zeiten des demografischen Wandels, in der es immer mehr ältere Menschen gäbe, müsse noch mehr Jugendarbeit geleistet werden.

Jugendpfleger und Leiter des Hauses, Arno Schönhöfer, skizzierte die Anfänge des Hauses der Jugend. Damals habe sich der Stadtjugendpfleger Bernhard Süß vehement für das Angebot einer offenen Jugendarbeit eingesetzt.

„Es wurden allerdings Wetten abgeschlossen, wie lange das Haus bestehen wird“, so Schönhöfer. In den achtziger Jahren gab es jede Menge Festivals, Konzerte, Disco und AG-Arbeit, in den 90er Hip-Hop, Techno und den ersten „grauen Kasten“ (PC), der gespendet wurde.

Ab 2000 verfügte das Haus aber schon über ein Internet-Café und eine eigene Homepage. Das „Haus der Sinne“ wurde initiiert und konnte bisher über 25.000 Besucher begrüßen. 750 Kindergeburtstage wurden gefeiert und cirka 10.000 Kinder willkommen geheißen.

2009 starteten die Renovierungsmaßnahmen, die nächstes Jahr abgeschlossen werden sollen. Als 2010 Bernhard Süß in Rente ging wurde die „Offene Jugendarbeit“ und die „Jugendpflege“ zur „Jugendförderung“ zusammen gelegt – wieder ein großer Einschnitt und gleichzeitig Neubeginn für das Haus.

„Jugendarbeit ist wichtig- die Entscheidungsträger müssen entsprechende Mittel zur Verfügung stellen“, sagte Schönhöfer. Die demografische Entwicklung sprach auch er an. Mit dem Einzug des Seniorenbüros in die Rote Kaserne, in der sich auch das Haus der Jugend befindet, könnten generationenübergreifende Strukturen geschaffen und vielleicht der erste Schritt zu einem Mehrgenerationenzentrum getan werden. (desa)

Jugendpfleger Arno Schönhöfer gab einen kurzen Überblick über „30 Jahre Haus der Jugend Landau“.
Foto: Ahme

Wie hat das eigentlich damals begonnen? Eine Bilddokumentation gab einen Überblick.
Foto: Ahme

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