
Wird im dritten Band des „Pfälzischen Klosterlexikons“ vorgestellt: die Stiftskirche in Neustadt, hier im Bau befindlich, mit Kurfürt Ruprecht I. und seiner Gattin auf einem Holzschnitt von Jost Amann aus dem 15. Jahrhundert. Bildarchiv Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde.
Neustadt-Mußbach. Im Dezember veranstaltete das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserlautern gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK) – Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg das sechste Pfälzische Klostersymposion im Herrenhof Neustadt-Mußbach, Herrenhofstraße 15.
Im Mittelpunkt standen die Klosterforschung in der Pfalz sowie neue Arbeitsergebnisse aus Architektur, Archäologie, Bauforschung, Denkmalpflege und Geschichte. Gleichzeitig diente der Forschungsaustausch auch als Rahmen, um den dritten Band des „Pfälzischen Klosterlexikons“ vorzustellen.
Seit dem frühen Mittelalter, vor allem aber vom 12. bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts, galt der Raum der heutigen Pfalz als ein Kernland des Reichs. Dementsprechend ist hier die Anzahl der Klöster so groß, dass man von einer ausgesprochenen Klosterlandschaft sprechen kann.
Mehr als 150 Klöster, Stifte und Kommenden prägten als Orte christlichen Lebens die pfälzische Kulturlandschaft, sei es in den Städten oder im ländlichen Raum. Zahlreiche jener Anlagen sind bereits „abgegangen“ und leben nur noch in der Überlieferung weiter. Von einigen – wie zum Beispiel dem Herrenhof Mußbach – sind heute noch die Kirche und Klausur erhalten.
Jürgen Keddigkeit, ehemaliger Institutsmitarbeiter und Leiter des Projekts Klosterlexikon stellte den dritten Band des Werkes vor.
Dieser widmet sich 38 Klöstern von M bis R und enthält so wichtige Anlagen wie das ehemalige Zisterzienserkloster in Otterberg oder die Stiftskirche in Neustadt. Die ersten beiden Bände sind 2014 erschienen. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Michael Werling aus Köln zum Thema „Bauhüttenverwandtschaften am Oberrhein“.
Jürgen Keddigkeit führt durch das Tagungsprogramm am Samstagvormittag, das Dr. Heribert Feldhaus aus Trier mit seinen Ausführungen zur „,Planwerkstatt Klosterlexikon‘ – Vom Nutzen historischer Karten und Pläne für die Bauforschung“ beginnt.
Charlotte Lagemann aus Heidelberg präsentierte im Anschluss die Forschungslage zur Neustadter Stiftskirche.
Berthold Schnabel aus Deidesheim widmete sich „Trennmauern in pfälzischen Kloster- und Stiftskirchen“ und der Speyerer Dr. Martin Armgart lieferten unter dem Titel „mit sinem gelid Muesbach“ einen Beitrag zum Johanniterorden und seinem Ordenshaus in Mußbach.
Nach der Mittagspause übernahm Prof. Dr. Matthias Untermann die Moderation und Andreas Diener aus Heidelberg präsentierte in seinem Vortrag über den „Grundriß über den gantzen Bezirk und Ringmauern des Hochfürstlichen Johanniter Ordens Cameralhauses Mußbach“ den Wirtschaftshof der Johanniter und die Pfarrkirche im bauhistorischen Abriss. Die Heidelbergerin Tina Schöbel behandelte unter dem Stichwort „1317“ die „Katharinenkirche Oppenheim zur Zeit der Stiftserhebung“.
Prof. Dr. Hans Ammerich aus Neustadt nahm die „Abtei Weißenburg und die alte Diözese Speyer – Verbindungslinien aus der gemeinsamen Vergangenheit“ in den Blick. Die Tagungsleiter Jürgen Keddigkeit und Prof. Dr. Matthias Untermann beschlossen die Tagung mit einem Resümee. (red)

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