Frankenthal. Der erste Band des „Pfälzischen Klosterlexikons“ wird am Freitag, 21. Februar, um 18 Uhr im Erkenbert-Museum Frankenthal, Rathausplatz, durch den Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder, zugleich Oberbürgermeister der Stadt, Institutsdirektor Roland Paul, Museumsleiter Dr. Edgar Hürkey und Projektleiter Jürgen Keddigkeit vorgestellt.
Die musikalische Gestaltung der Buchpremiere übernimmt der Kurpfälzische Singkreis Frankenthal unter der Leitung von Michael Teichert.
Nach dem großen Erfolg des mehrbändigen „Pfälzischen Burgenlexikons“ gab der Bezirkstag Pfalz 2009 dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde den Auftrag, ein „Pfälzisches Klosterlexikon“ zu erarbeiten. Die Forschungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für europäische Kunstgeschichte und dem Bistumsarchiv Speyer zeigen, dass die Pfalz nicht nur eine Burgen-, sondern auch eine Klosterlandschaft war.
„Anfänglich gingen wir von etwa 90 Anlagen aus, jetzt wissen wir, dass rund 180 Domkapitel, Stifte, Klöster, Ordenskommenden sowie Beginen- und Begardenhäuser die Bedeutung der südwestdeutschen Region im Mittelalter veranschaulichen“, erläutert Jürgen Keddigkeit, der mit dem Projekt betraut ist und eine Reihe namhafter Wissenschaftler gefunden hat, die das Werk vorantreiben.
Der erste Band von A (Abenheim) bis G (Grünstadt), der von ihm sowie Matthias Untermann, Hans Ammerich, Pia Heberer und Charlotte Lagemann herausgegeben wird, präsentiert neben einer großen Einführung rund 40 Anlagen – darunter so interessante wie die Abtei auf dem Disibodenberg, in der auch Hildegard von Bingen Jahrzehnte zubrachte, Klöster in Alzey sowie in Eußerthal, Enkenbach, Frankenthal und Germersheim. Es folgen in den beiden nächsten Jahren drei weitere Bände (A bis M, N bis S und T bis Z); der Preis je Band beträgt zirka 40 Euro.
Der 680-seitige erste Band dieses wissenschaftlichen Handbuchs, das allen Interessierten als aufschlussreiches Nachschlagewerk dient, ist über den Buchhandel sowie den Online-Buchshop des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde (www.shop.pfalzgeschichte.de) erhältlich. (red)

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